Die Installation der Smart House Software

Die Installation Ihres Smart House Servers können Sie als Benutzerin bzw. Bewohner selbständig vornehmen oder dies Ihren Installateursbetrieb ausführen lassen.

Sie benötigen einen Raspberry Pi 2, 3 oder 4, einen USB-Kartenleser und eine microSD-Karte mit mindestens 4 GB.
storm.house empfiehlt einen Raspberry Pi 4 mit 2 GB RAM und eine microSD-Karte mit 16 GB.

Tipp: Wir empfehlen ausdrücklich den Kauf einer Karte, die besonders oft beschrieben werden kann.
Die großen Kartenhersteller wie SanDisk und Samsung bieten diese meist mit einem Namenszusatz wie „Endurance“ zu einem moderatem Aufpreis an. Bitte diese nicht verwechseln mit den als besonders robust angepriesenen Karten für extreme Temperaturen und mechanische Belastungen – diese spielen in Smarthomes keine Rolle.

Auf Nachfrage bietet storm.house seinen Kunden eine Variante des Servers, die dank Nutzung intelligenter Techniken aus dem Rechenzentrumsbetrieb nicht nur besonders zuverlässig läuft, sondern Ihnen sogar bei Hardwareausfällen erlaubt, defekte Hardware selbst zu tauschen und ihre Smart House Steuerung binnen Minuten zu reaktivieren.

Lokales Netz

Egal ob WLAN oder Ethernet, ein lokaler DHCP-Server wird benötigt. Die meisten Heimrouter wie z.B. Fritzboxen stellen diesen standardmäßig zur Verfügung. Sollten Sie DHCP deaktiviert haben, die Teilnahme am Netz oder das Vergeben von IP-Adressen auf bekannte Geräte eingeschränkt haben, dann ändern Sie dies bitte vor und für die Dauer der Installation entsprechend.
(bei Fritzboxen: unter Heimnetz – Netzwerkverbindungen sowie unter WLAN – Sicherheit prüfen und ggfs. „alle neuen WLAN-Geräte zulassen“ anklicken).

Installieren Sie sich zum Beschreiben („Flashen“) der SD-Karte zunächst den Raspberry Pi Imager kostenlos aus dem Internet. Laden Sie danach das aktuelle storm.house Image herunter. Stecken Sie die SD-Karte in den Kartenleser und diesen an Ihren PC und starten Sie den Flash-Vorgang, um das Image auf die Karte zu schreiben.
Benutzen Sie beim Pi Imager die unten gezeigte Option „Eigenes Image“.

Stecken Sie die SD-Karte nach erfolgreichem Flashen in den frontseitigen Einschub an der Unterseite Ihres Pi.
Schliessen Sie den Pi bevorzugt mit einem Ethernet-Netzwerkkabel an ihr LAN an. Besitzen Sie kein LAN in Kabelreichweite, geht es auch per WLAN.

Tipp: Sie können nach dem Flashen und vor der eigentlichen Installation noch weitergehende Einstellungen vornehmen und beispielsweise Ihre WLAN-Zugangsdaten hinterlegen oder den Servernamen festlegen. Öffnen und ändern Sie dazu die Datei openhabian.conf von der ersten Partition der SD Karte mit einem Editor-Programm. Im Windows Explorer wird diese Partition normalerweise als eigenes Laufwerk angezeigt. Wie genau das funktioniert und was Sie ändern sollten, können Sie hier nachlesen.
Notwendig ist es aber nicht, alles läßt sich bei Bedarf auch nachträglich einstellen. Wenn Sie sichergehen wollen, nichts aus Versehen kaputtzumachen, dann überspringen Sie diese Möglichkeit einfach.

Sollte sich das System nicht mit dem Internet verbinden können, öffnet es nach einigen Minuten einen eigenen WLAN-Hotspot namens storm.house-n (n ist eine Ziffer). Verbinden Sie Ihr Smartphone mit dem WLAN dieses Namens, üblicherweise gelangen Sie dann automatisch auf die Hotspot-Seite. Passiert das nicht automatisch, können Sie folgende Adressen versuchen anzusurfen: http://storm.house-n/ oder http://raspberrypi.local/ oder http://10.41.0.1/.
Dort können Sie das WLAN auswählen, an das ihr Smart House Server sich verbinden soll. Taucht Ihres nicht in der Liste auf (z.B. weil die SSID versteckt ist), können Sie den Namen auch eingeben.
Geben Sie anschließend das zugehörige Passwort ein und die Installation sollte fortgesetzt werden.

Wenn alles glattgegangen ist, können Sie nach 30-45 Minuten ihr Smart House unter https://smarthouse:8080/ erreichen. Sie können sich auf dem Rechner namens smarthouse dann auch mit dem Terminal-Programm anmelden.
Username und Passwort bekommen Sie auf Nachfrage.
Als Referenz möchte ich noch auf die (leider englische) Original-Dokumentation verweisen, in der Sie alles noch einmal ausführlich nachlesen können und hoffentlich auch Hilfe finden, wenn Sie mit dieser Anleitung keinen Erfolg hatten.

Auf alle für Sie als Bewohner(in) interessanten Funktionen ihres Smart House können Sie ab jetzt über den o.g. Weblink zugreifen. Ggfs. lassen sich weitere Wege wie eine App oder ein Sprachassistent einrichten.

HINWEIS:
Das hier herunterladbare Image installiert eine Demo-Version des storm.house Energiemanagement-Systems
OHNE das Modul zum aktiven Management.
Entsprechende Funktionen sind daher nicht verfügbar und auch nicht alle auswählbaren Wechselrichter-Modelle sind vollständig.
Bitte berücksichtigen Sie, daß dies zu vermeintlich falschen Anzeigen führt.

Telegram Messenger

Einige Funktionen in einem Smart House nutzen den Telegram Messenger für Benachrichtigungen und einfache Dialoge.
Um diese nutzen zu können, sollten Sie sich Telegram aus dem Play oder Apple Store installieren und einrichten und wie hier beschrieben die Chat ID ermitteln, um diese dann im System zu hinterlegen. Ihren Chatbot sollten Sie openhab taufen.

Systemzugang

Über die Bedienung der smarten Funktionen hinaus gibt es noch die Systemebene. Dort finden sich die „unsichtbaren“, zur Einrichtung und zum dauerhaft zuverlässigen Betrieb des Systems aber unverzichtbaren Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten wie beispielsweise die Möglichkeit zum Software-Upgrade und zum Backup bzw. zur Wiederherstellung des Systems.

Üblicherweise übernimmt storm.house Logostorm.house diesen Service für Sie.
Es schadet aber natürlich nie, im Bedarfsfall selbst auf das System zugreifen zu können.

Terminal-Software installieren

Für den Zugang zur Systemebene benötigen Sie eine Terminal-Software, die das Secure Shell (SSH) Protokoll unterstützt. Das gängigste unter etlichen solcher – kostenlos verfügbarer – Programme ist PuTTy.
Laden und installieren Sie sich PuTTy bitte auf ihrem PC, Mac oder Tablet. Anschließend können Sie auf den Rechner namens smarthouse zugreifen oder dessen IP-Adresse. Benutzername und Paßwort erhalten Sie auf Anfrage.

Auswahl einer vorgegebenen Konfiguration

Nach der Installation können Sie aus aus einer Reihe vorgegebener Konfigurationen auswählen.
Beim Einsatz des storm.house Energiemanagement-Systems können Sie hier Ihr Wechselrichter-Modell auswählen.
Rufen Sie dazu sudo smart-house-config auf und wählen Sie die Menü-Option 05 aus.

Die Auswahl des Wechselrichters ist auch über die Einstellungen der Benutzeroberfläche möglich.

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