Energie Management System Dokumentation

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Voraussetzungen

Idealerweise haben Sie eine eigene Solaranlage UND einen dynamischen Tarif, eins von beiden reicht aber auch. In jedem Fall Sie sollten mindestens einen steuerbaren Großverbraucher wie eine Wallbox oder Wärmepumpe besitzen. Eine Solarbatterie ist optional, erhöht die Rendite mit EMS aber nochmals.

Dynamischer Stromtarif

Grundsätzlich müssen einen dynamischen Tarif inzwischen alle Stromversorger anbieten, auch Ihr Stadtwerk. Außer bei Tibber ist der Besitz eines intelligenten Messystems Voraussetzung, um so einen Tarif erhalten zu können.
Eine Liste bekannter Anbieter von dynamischen Stromtarifen finden Sie in diesem Blogartikel bzw. unserem Blog https://storm.house/blog/. Wir aktualisieren ihn unregelmäßig.


Bei einem dynamischen Tarif müssen die Schwankungen des offiziellen Börsenpreises 1:1 weitergegeben werden.
Abgesehen von einzelnen Anbietern, die explizit Aufpreise nehmen, ist der Preis darum überall derselbe.
Die meisten Anbieter machen allerdingsar ein Smart Meter zur Voraussetzung, offiziell „intelligentes Messsystem“ genannt. Dieses überträgt Daten viertelstündlich per Mobilfunk zu Ihrem Netzbetreiber bzw. genauer gesagt Messtellenbetreiber.

Tipp:
Wenn Sie eine Solaranlage besitzen, geht es auch anders: Dann haben Sie bereits eine „moderne Messeinrichtung“, also einen digitalen Zweirichtungszähler mit einer optischen Schnittstelle.
Wechseln Sie dann zu Tibber, dort können Sie das Zusatzgerät „Pulse“ erwerben, mit dem der Zähler ausgelesen wird.

Smart Meter

Seit 2025 haben Sie Anrecht auf die zeitnahe Installation eines Smart Meters, auch wenn Sie kein sog. ‚Pflichteinbaufall‘ sind. Dann müssen Sie es allerdings aktiv bei Ihrem Netz- bzw. Messstellenbetreiber bestellen. Der ist dann verpflichtet, es binnen 4 Monaten zu installieren.
Seit der EEG-Novelle von März 2025 gelten als angemessene Gebühren 100 € für die Installation und 20 € jährlich im Jahr.
Eine große Hürde ist der in vielen Kellern unzureichende Mobilfunkempfang. Typischerweise muss eine Signalstärke von -90dB erreicht werden, ansonsten lehnt der Netzbetreiber den Einbau ab. Die Signalstärke können Sie mit Ihrem eigenen Smartphone prüfen, die Anzeige dafür findet sich tief in den ‚Über das Telefon‘-Einstellungen.
Sollte der Empfang unzureichend sein, gibt es die nur wenig Erfolg versprechende Möglichkeit, diesen durch eine externe Antenne zu verbessern.
Erfahrungsgemäß ist das aber aufwändig, auf Ihre Kosten, und funktioniert trotzdem nur selten.
Die bessere Alternative ist in solchen Fällen, sich einen alternativen Messstellenbetreiber zu suchen, der ein Smart Meter mit Ethernet-Anschluss zum Einbau anbietet.
Dazu müssen Sie von Ihrem sog. grundzuständigen Messstellenbetreiber (gMSB), das ist Ihr Netzbetreiber, zu einem wettbewerblichen MSB, wechseln, der ein solches Gerät anbietet. Nach unserem aktuellen Kenntnisstand bietet das derzeit nur die Firma inexogy (wenn Sie weitere MSB kennen, deren Smart Meter auch ohne Mobilfunkempfang anbieten, melden Sie sich bitte).

Netzrabatt nach §14a

Wenn Sie Ihre sogenannten steuerbaren Verbrauchseinrichtungen im Bedarfsfall von Ihrem Netzbetreiber herunterregeln lassen, werden Sie dafür mit dem Netzrabatt gemäß §14a EnWG entschädigt. Dieser variiert je nach Region und beträgt etwa 150 € für jede sog. steuVE d.h. steuerbare Verbrauchseinrichtung.
Bei neu in Betrieb gegangenen Anlagen sind Sie dazu verpflichtet, bei älteren haben Sie diese Verpflichtung nicht, können sie aber genauso erfüllen und dafür ebenfalls den Netzrabatt einstreichen.
Diesen müssen Sie bei Ihrem Netzbetreiber beantragen. Der Anspruch gilt für dreiphasig angeschlossene Wärmepumpen, Wallboxen und auch Batteriespeicher. Sie bekommen die Entschädigung für jedes solche Gerät einmal, und das jedes Jahr!
Bei der Beantragung sollten Sie sich normalerweise für Modul 1 entscheiden, die Pauschale. Die verbrauchsabhängige Berechnung nach Modul 2 erfordert einen separaten Zählpunkt, der auf eigene Kosten installiert und Jahresmiete kostet.
Ihr Netzbetreiber wird Ihnen eine separate Steuerbox installieren, Sie sollten dabei den ausführenden Elektriker bitten, gleich auch den Sensor für das EMS im Schaltschrank zu installieren und die Anschlüsse aufzulegen. Verpflichtet ist er dazu allerdings nicht.
Den Sensor müssen Sie rechtzeitig im Internet kaufen.
Wenn der WLAN-Empfang bei (geschlossenem!) Schaltkasten ausreichend gut ist, können Sie den günstigen Shelly Plus i4 einsetzen. Am besten kaufen Sie auch gleich den passenden Clip, um den i4 auf der Hutschiene zu befestigen.
Ist der Empfang kritisch oder können Sie in Ihrem Elektroschaltschrank auf ein Netzwerkkabelanschluss zurückgreifen, dann sollten Sie einen Shelly Pro 2 oder Pro 4 kaufen. Die Anleitung zur Installation ist hier.
Bei neuen Anlagen sind Sie gemäß §9 EEG verpflichtet, auch die Einspeiseleistung Ihrer Anlage bei Bedarf von Ihrem Netzbetreiber drosseln zu lassen, wenn Sie sie nicht alternativ auf pauschal 60% deckeln wollen. In dem Fall lohnt sich ein 4-kanaliger Shelly Pro 4.
Auch, wenn Sie Ihrer Wärmepumpe, Klimaanlage oder Wechselrichter den Dimm-Befehl nur über einen elektrischen Kontakt übermitteln können, benötigen Sie einen Aktor mit einem schaltbaren Ausgang (der i4 hat so etwas nicht).

Seit April 2025 muss jeder Netzbetreiber das „Modul 3“ mit zeitvariablen Netzentgelten anbieten.
Modul 1 (und damit ein Smart Meter) sind Voraussetzung. Die Bestellung erfolgt über den Stromanbieter.
Wir halten Sie zu aktuellen Entwicklungen mit unserem Blog auf dem Laufenden.

Solaranlage

Dem EMS muss der aktuelle Netzbezug bzw. die Netzeinspeiseleistung bekannt sein.
Anders als vielfach behauptet, hilft es Ihnen dazu aber nicht, wenn Sie ein Smart Meter haben! Denn diese liefern nur alle Viertelstunde einen Wert an den Messtellenbetreiber.
Ein Auslesen aktueller Werte durch Sie bzw. ein HEMS ist technisch meist nicht vorgesehen.

Dazu gibt es die folgenden Möglichkeiten:

  • Fast alle neuen PV-Anlagen werden zusammen mit einem (zusätzlichen) eigenen Meter installiert.
    Wenn Sie einen Batteriespeicher haben, ist ein solches Gerät auch Teil Ihrer Solaranlage.
    Dieses Meter wird in der Regel per Draht (RS485/Modbus RTU) mit dem Wechselrichter verbunden und durch diesen hindurch ausgelesen werden kann. Mit manchen Metern geht das auch direkt.
    Wenn Ihr Wechselrichter bzw. Meter nicht über die Auslesemöglichkeit über eine IP-Adresse per Modbus/TCP verfügt, sondern nur eine serielle Schnittstelle besitzt, dann können Sie einen Seriell-zu-WLAN Adapter wie z.B. einen Elfin EW-11 im Internet bestellen und selbst installieren. Den Elektriker oder Solarteur brauchen Sie dafür nicht und auch die Elektroinstallation nicht anzufassen.
  • Sind Sie Kunde von Tibber und haben den „Pulse“, der ihren Netzzähler über dessen optische Schnittstelle ausliest, können Sie die Werte über das Internet von Tibber zurück auslesen lassen.
    Unter anderem wegen der dabei auftretenden Verzögerungen ist das aber nur ein Notbehelf.
  • Sie installieren als zusätzlichen Zähler einen Shelly 3EM im Schaltschrank. Dieser Sensor kann mithilfe dreier Stromzangen die Phasenleistungen messen. Dank des Zangenabgriffs benötigt keinen bestimmten Platz auf der Hutschiene und muss nicht zwingend durch einen Elektriker installiert werden, aber nehmen Sie das nicht als Aufforderung, sich in Lebensgefahr zu bringen.
    Lassen Sie alle Arbeiten an Ihrer Elektroverteilung nur durch Elektrofachkräfte ausführen lassen!

Hinweis
zur vollständigen Nutzung der EMS-Funktionen muss bei den meisten Wechselrichtern die Option zur externen Batteriesteuerung aktiviert werden. Das ist technisch bei vielen Wechselrichtern nur auf der „Installateur“s- oder „Administration“s-Ebene Ihrem Solarteur bzw. Elektriker möglich.
Nicht selten treffen Sie bei diesem Ansinnen auf Desinteresse oder störrische Dienstleister, die dazu nicht bereit sind. Lassen Sie sich dabei nicht abwimmeln. Sie sind Eigentümer der Geräte und haben volles Anrecht auf Freischaltung sämtlicher Funktionen Ihres Wechselrichters.
Läßt Ihr Dienst“leister“ Sie partout im Stich, kann es auch helfen, in Fachforen wie dem Photovoltaikforum zu schreiben, nicht selten finden sich dort hilfreiche Menschen.

Gleichwohl sind Sie als Anlagenbetreiber weiterhin verpflichtet, die gesetzlichen Anforderungen einzuhalten. Zwar sind Anfang 2023 für PV-Betreiber weitreichende Erleichterungen in Kraft getreten, für neue Anlagen gilt die Begrenzung der Einspeisung auf max. 70% der installierten Peak-Kapazität (*) nicht mehr. Entscheidend ist immer die Gesetzeslage zum Zeitpunkt der Anmeldung Ihrer Anlage.
Rechtlich gesehen dürfen Sie lediglich keine EEG-Einspeisevergütung für Strom in Anspruch nehmen, den Sie nicht selbst erzeugt haben. Das sicherzustellen ist aber Ihre Pflicht und weder Pflicht noch Recht des Solarteurs oder Netzbetreibers. Ob der gerade eingespeiste Strom aber direkt vom Dach kommt, oder ursprünglich mal von Ihrem Dach kam und in der Batterie nur zwischengespeichert wurde, kann man Strom, nicht ansehen. Im Übrigen können Sie auch unbesorgt sein, das storm.house EMS verletzt Ihre Pflichten in diesem Punkt auch nicht.
Sie haben daher jedes Recht, die externe Batteriesteuerung aktiviert zu bekommen.
Dazu müssen Sie auch nichts nachweisen, im Gegenteil: eine Ablehnung muss der Energieversorger nachvollziehbar und individuell für Ihren Fall begründen.

(*) Diese Regelung ist für neue Anlagen abgeschafft worden. Für bis zum Jahresende 2022 in Betrieb gegangene Anlagen gilt sie aber weiterhin. Leider haben die meisten PV-Anlagenbesitzer das Problem, dass sie ihre Installation nicht selbst anpassen können und der Installateur ihnen dabei nicht mehr helfen kann oder will – er hat gegenwärtig genug Lukrativeres zu tun. Technisch gesehen ist das aber eine Trivialität, die jeder Installateuer manchmal aus der Ferne und sonst mal schnell auf dem Nachhauseweg einschieben kann.

Installation

Wechselrichter

In den Photovoltaik-Einstellungen können Sie das Wechselrichter-Modell und Ihre Wallbox auswählen.
Tragen Sie zuerst die IP-Adresse ein und klicken Sie auf das Häkchen. Wählen Sie erst anschließend das Wechselrichter-Modell aus.

Die Kommunikation mit Ihrem Wechselrichter erfolgt über Modbus/TCP, das bedeutet Ihr Gerät muss einen WLAN- oder Ethernet-Anschluss haben und darauf eine Modbus-Schnittstelle zur Verfügung stellen (üblicherweise auf Port TCP 502).
Bei verschiedenen Wechselrichter-Herstellern ist diese Fähigkeit oft erst im Laufe der Zeit hinzugekommen und unter Umständen unterstützt Ihre Hardware dies noch nicht. Manchmal sind die WLAN-Anschlüsse als angesteckte Sticks ausgeführt, die sich gegen neuere Modelle tauschen lassen.

Unterstützt Ihr Wechselrichter kein Modbus/TCP, können Sie alternativ einen Seriell-zu-WLAN-Adapter am seriellen Modbus-Port anschliessen. Es gibt im Internethandel verschiedene Modelle, z.B. Elfin EW-11 oder von Waveshare für ca. 30 Euro.

Fronius

Sie benötigen das „Technician“ Passwort für den Zugang. Stellen Sie zuerst sicher, daß die „Solar API“ aktiviert ist. Überprüfen Sie unter Kommunikation – Modbus, daß zur korrekten Repräsentation der Daten als SunSpec Model Type float-Werte benutzt werden, das ist die Voreinstellung. Aktivieren Sie ausserdem „Wechselrichter-Steuerung über Modbus“.

Zuletzt in den EMS-Einstellungen unter „Photovoltaik“ als Batterie-Wechselrichter den Typ „Hybrid“ auswählen.

GoodWe

Bei GoodWe-Wechselrichtern benötigen Sie das neuere WiFi/LAN-Kit Version 2, ältere Versionen beherrschen kein Modbus/TCP. Die Artikelnummer der neuen Variante lautet WLA0000-01-00P.

In den „Einstellungen“ der SolarGo-App unter „Kommunikation Einstellung“ gibt es „Andere Einstellungen“. Dort kann man dann Modus TCP einschalten.

Als Modbus ID müssen Sie 247 einstellen, wenn diese bei Ihnen nicht explizit verändert wurde.

Huawei

Lassen Sie zunächst Ihren Elektriker sicherstellen, dass die Firmware-Version auf Ihrem Wechselrichter und dem WLAN-Dongle aktuell sind, für den Dongle muss es mindestens V100R001C00SPC124 sein, damit Modbus darüber funktioniert. Firmware-Versionen siehe App oder Web-Portal unter „Geräte“.

Kostal

Aktivieren Sie zunächst die Modbus-Schnittstelle, dazu benötigen Sie den Betreiberzugang, den Sie von Ihrem Solarteur erhalten.

Um die volle Funktionalität zu erhalten, müssen Sie die externe Batteriesteuerung per Modbus aktivieren. Dazu wird der Installateurszugang benötigt. Da Ihr Installateur Ihnen diesen nicht überlassen wird, bringen Sie ihn möglichst frühzeitig dazu, diese Einstellungen vorzunehmen, siehe auch vorstehenden Hinweis. Sie können auch versuchen, im Photovoltaikforum um Hilfe zu bitten.
Aktivieren Sie zunächst die Modbus-Schnittstelle.
Stellen Sie anschliessend unter Servicemenü / Batterieeinstellungen die Batteriesteuerung auf „Extern über Protokoll (Modbus TCP)“ und setzen Sie den Timeout für externe Batteriesteuerung auf das Maximum (60s).
Deaktivieren Sie die „time-controlled battery usage“ und deaktivieren Sie außerdem die Intelligente Batteriesteuerung. Letzteres ist nicht zwingend, führt bei Kostal Wechselrichtern aber zu besseren Erträgen, da deren „Intelligenz“ steuerrelevante Werte nur mit dem Vortag vergleicht, nicht aber wie das EMS die Wettervorhersage berücksichtigt. Das führt zu suboptimalen Ergebnissen.

SMA

Bei SMA gibt es zwei unterschiedliche Meter, den Smart Home Manager und das etwas günstigere Smart Energy Meter. Meist ist ein SHM verbaut, dessen Funktionalität sich zum Teil mit der unseres EMS überlappt . Für den Einsatz mit unserem EMS reicht das Energy Meter, mit SHM geht es aber auch.
Wählen Sie in den EMS Optionen in beiden Fällen den Meter-Typ SMA aus. Dann erscheint ein Feld zur Eingabe der Seriennummer.
Die ist auf dem Meter aufgedruckt, aber Achtung: Sie müssen sie im Hexadezimal-Format eingeben.
Benutzen Sie ggfs. den ‚Programmierer‘ Modus des Windows-Taschenrechners zur Umrechnung.

Deaktivieren Sie außerdem das „prognosebasierte Laden“ und stellen Sie die „Externe Wirkleistungsvorgabe, Timeout“ in den Geräteparametern deutlich höher auf eine Stunde.

Sofar Solar, Deye und andere mit Solarman Logger

Es gibt inzwischen diverse Wechselrichter von verschiedenen Herstellern, die mit dem Solarman Logger ausgerüstet werden, darunter auch etliche Balkonkraftwerke. Aufgrund der Marktdynamik können wir leider keine Listen mit den von unserem EMS unterstützten Geräten führen. Mithilfe unserer kostenlosen Demo können Sie aber jederzeit risikofrei überprüfen, ob Ihr Gerät mit unserem EMS funktioniert. Im Zweifelsfall probieren Sie einfach ein paar Modelle aus. Bedenken Sie aber dass jede Änderung in der Benutzeroberfläche bis zu einer Minute in Anspruch nehmen kann, ehe sie wirksam wird.

Sungrow

ein Tipp vorab: überlegen Sie sich vor der Installation eines Sungrow SHRT gut, welche Stromkreise Sie an den Backup-Ausgang hängen wollen, und besprechen Sie das ausführlich mit Ihrem Elektriker. Bei mehr als 3,3kW Dauerleistungsbedarf auf einer Phase startet der Wechselrichter sich neu, was zu Stromausfall führt. Nehmen Sie z.B. Wasch- und Spülmaschine und ggf. den Herd vom Backup aus.

Verwenden Sie im Betrieb am besten nur das Ethernet-Interface am Wechselrichter – nicht die IP-Adresse des WLAN-Adapters und auch nicht das Ethernet des neuen WiNet-Adapters, falls vorhanden.

Zur initialen Konfiguration verbinden Sie sich zunächst mit der App auf Ihrem Smartphone mit dem Inverter. Wenn Sie die IP-Adresse des Ethernet-Interfaces nicht kennen, verwenden Sie dafür WLAN:
verbinden Sie sich mit dem WLAN namens BG-xxx.

Starten Sie erst danach die iSolarCloud App und melden Sie sich über Auswählen des „lokalen Zugang“ direkt am Wechselrichter an (nicht an der Cloud, wie es sonst passiert).
Benutzername ist „admin“, Passwort „pw8888“.
Geben Sie dem Wechselrichter eine unveränderliche (statische) IP-Adresse und konfigurieren Sie diese in den EMS Einstellungen.
Wenn Sie DHCP zur dynamischen Vergabe von IP-Adressen benutzen, gibt es auf dem Router die Möglichkeit, einem Gerät immer wieder dieselbe Adresse zuzuteilen. Bei Fritzboxen gibt es dafür beispielsweise eine Checkbox.

Überprüfen der Modbus-Kommunikation

Mit dem Befehl ping können Sie testen, ob das EMS überhaupt die IP-Adressen beteiligter Geräte erreichen kann: mit ping 192.168.178.71 können Sie z.B. die Erreichbarkeit des Wechselrichters überprüfen, wenn dieser die genannte IP-Adresse hat. Abbrechen geht mit „Strg-C“. Die IP-Adresse läßt sich üblicherweise im Webinterface Ihres Routers nachsehen.

Die bei der Installation notwendige Erstkonfiguration der Kommunikation des EMS mit einem Wechselrichter über Modbus kann sich recht schwierig gestalten, wenn etwas nach dem erstmaligen Einstellen nicht auf Anhieb funktioniert und man keine Ahnung hat, wo man bei der Fehlersuche ansetzen kann. Wenn Sie sich auf den EMS-Rechner einloggen (siehe dazu das Kapitel Systemzugang), stehen Ihnen einige Hilfsmittel zur Diagnose zur Verfügung:

Mit mbpoll können Sie ein Gerät über die Modbus-Schnittstelle auslesen.
Rufen Sie mit mbpoll -h den Hilfetext auf.
Suchen Sie aus der Anleitung des Herstellers ihres Gerätes ein Modbus-Register heraus, bei einem Sungrow SHRT wäre das z.B. 13000. Bei vielen Geräten müssen Sie „Eins“ abziehen, so auch im Beispiel. Das wird normalerweise in der Geräte-Dokumentation angegeben, manchmal kryptisch benannt „base-0“ (Eins abziehen) bzw. „base-1“.

Benutzen Sie die Option -p, wenn Sie einen anderen TCP-Port als den üblichen 502 abfragen wollen. Einige Geräte benutzen 1502.
Mit -a müssen Sie die Modbus-ID des Gerätes angeben, das Sie anfragen. Oft ist das die 1, aber jeder Hersteller handhabt das verschieden, Kostal vergibt bei seinen Wechselrichtern z.B. die 71.
Bei Datenloggern, die dafür ausgelegt sind, Daten von verschiedenen Wechselrichtern einzusammeln, ist es häufig so, dass der Datenlogger für jedes Gerät, dessen Daten gesammelt werden, eine eigene Modbus-ID verwendet. In solchen Fällen müssen Sie die entsprechende ID des Gerätes angeben.

Mit -r nennen Sie das Register, das ausgelesen werden soll. Um wie im Beispiel „Eins“ abziehen, gibt es die Option -0.
Bei größeren Zahlen-Werten, die sich auf mehrere Register bzw. Bytes verteilen, gibt es verschiedene Datenformate, das höherwertige Byte kann zuerst oder zuletzt stehen. Probieren Sie im Zweifelsfall die Option -B um zu tauschen.
Die Option -1 macht genau eine Abfrage, ohne die Option wird laufend gefragt.
Mit -t legen Sie den Datentyp fest, -r 13000-t 4 beispielsweise interpretiert das Register 13000 als 16-Bit-Ganzzahlwert, -t 4:int würde die Register 13000 und 13001 als 32-Bit-Ganzzahlwert auslesen.
4 bezeichnet dabei die Holding Register, normalerweise sind nur solche für Sie von Interesse.

Insgesamt würde ein Beispiel für eine Abfrage zum Testen also z.B. so aussehen:
mbpoll -a 1 -r 13000 -0 -1 -t 4 192.168.178.71

Tipp:
Kostal Smart Energy Meter (KSEM) benutzen die ‚andere‘ sog. ‚big endian‘ Byte-Reihenfolge. Verwenden Sie dafür die mbpoll -Option -B .

Manuelle Konfiguration

Wenn Ihr Gerät nicht in der Auswahlliste enthalten ist, können Sie es mit manueller Konfiguration versuchen. Dies sollten Sie `storm.house` überlassen, eine Beschreibung des vollständigen Konfigurationsumfang sprengt aber den Rahmen dieser Anleitung.

Die Konfiguration können Sie entweder über die openHAB-Oberfläche grafisch vornehmen Auf diese können Sie unter Administration - Einstellungen zugreifen. Sie müssen dann normalerweise ein Thing (manchmal mehrere) anlegen sowie einige Items anlegen und in Ausnahmefällen

Wenn Sie sich mit den Linux-Accountdaten auf dem EMS-Servers anmelden (s.u.), finden Sie im Dateisystem Vorlagen aus denen Sie die meisten Details entnehmen können Sie können auch daraus eigene Textdateien zur textuellen manuellen Konfiguration erstellen.

Die Vorlagen finden Sie in verschiedenen Unterverzeichnissen unter /etc/openhab/things/STORE/ bzw. /etc/openhab/items und /etc/openhab/rules. unter den Namen custom.things-template bzw. custom.items-template.
Von diesen Dateien müssen Sie eine Kopie mit dem Namen custom.things bzw. custom.items erstellen. Wenn Sie dann in der Benutzeroberfläche die „custom“ Option auswählen, werden diese Dateien verwendet.

WARNUNG: Sie handeln hier auf eigenes Risiko
Wenn Sie eigene Dateien erstellen, können simple Syntax- oder Semantikfehler dazu führen, dass Sie damit das gesamte EMS lahmlegen.
Der storm.house Support deckt diesen Fall nicht ab, Reparaturen berechnen wir nach Aufwand.

Wallbox

Wallboxen werden oft von eigentlichen Hersteller zugekauft und dann im eigenen Namen des Solaranlagen-Herstellers angeboten.
Wenn Sie eine integrierte Kombination aus Wechselrichter und Wallbox besitzen, ist es normalerweise aber möglich, die Wallbox auch im OCPP-Modus als einzelstehendes Gerät zu betreiben. Dazu müssen Sie sie in der Oberfläche der Solaranlage umkonfigurieren, d.h. dort den OCPP-Modus einstellen.
Mitunter sind dabei weitere gerätespezifische Einstellungen erforderlich.
Eine gute Informationsquelle in diesem Zusammenhang ist die Dokumention von EVCC.

Beauftragen Sie im Zweifelsfall Ihren Installateur, Ihre Wallbox umzukonfigurieren.

Meist läßt sich das aber auch einfach selbst bewerkstelligen, hier exemplarisch:

Fronius Wattpilot

Der Fronius Wattpilot muss mittels der solar.wattpilot app wie folgt auf die Benutzung von OCPP eingestellt werden: das Symbol neben dem Beispiel-OCPP-Server wss://<username>:<password>@ocpp.cloud.fronius.com/<UID> dient zur Konfiguration. Hier muss der evcc URL ws://<EMS IP-Addresse>:8887/ eingetragen und „Füge SN zur URL“ aktiviert werden.

Energiemanagement-System Benutzeroberfläche

Nach erfolgreicher Installation können Sie auf die EMS-Benutzeroberfläche unter http://smarthouse:8080/ ohne Eingabe eines Benutzernamen zugreifen. Für Änderungen ist sie allerdings gesperrt. Um Geräte einrichten zu können, müssen Sie sich erst mit dem Administrations-Benutzer anmelden (Benutzername: admin, Passwort auf Anfrage).
Ändern Sie das initiale Passwort am besten sofort über die Schaltfläche, die nach der Anmeldung links unten erscheint.

Logfiles

Die Logfiles (Protokolldateien) können mithilfe eines Tools unter der Adresse http://smarthouse:9001/ eingesehen werden. Die Dateibereiche für Logfiles und Konfiguration sind zusätzlich über den Systemzugang und als Windows-Share zugänglich (nicht in der Demo). Die Zugangsdaten erhalten Sie von uns auf Anfrage.

EMS-Benutzerverwaltung

Zur Verwaltung der Benutzerdaten, mit denen Sie auf die EMS-Oberfläche zugreifen, benötigen Sie Zugang zur Console.
Starten Sie in der Shell mit openhab-cli console. Alternativ können Sie sich auch per SSH mit dem Port 8101 und dem Benutzer openhab mit Ihrem System verbinden. Das Passwort, welches Sie beim Start eingeben müssen, erhalten Sie auf Anfrage. Geben Sie anschließend openhab:users ein, um sich die zur Benutzerverwaltung zur Verfügung stehenden Befehle anzeigen zu lassen. Mit z.B. openhab:users add nutzer passwort user würden Sie einen Account für einen Benutzer „nutzer“ mit dem Passwort „passwort“ anlegen, mit dem dieser Zugriff auf die Betriebsdaten in der Oberfläche erhält. Für weitergehende Aufgaben wie die Programmierung benötigen Sie einen Benutzer mit der role (Rolle) „admin“. Standardmäßig ist dafür der Nutzer „admin“ mit demselben Passwort eingerichtet.
Das sollten Sie mit openhab:users changePassword admin neuesPasswort ändern.

Aktoren

Die Steuerung vorhandener Haustechnikgeräte erfordert die physische Installation eines Aktors, der auch den Stromfluss messen kann. Das kann ein simpler Zwischenstecker wie ein Shelly Plus Plug S sein.

Benachrichtigungen

Einige Funktionen nutzen den Telegram Messenger für Benachrichtigungen und einfache Dialoge.
Um diese nutzen zu können, sollten Sie sich Telegram aus dem Play oder Apple Store installieren und einrichten und wie hier beschrieben die Chat ID ermitteln, um diese dann im System zu hinterlegen.
Ihren Chatbot sollten Sie openhab taufen.

Erweiterung der Solar-Anlage und Energietechnik

Im storm.house liefert das Programm mit angepassten Konfigurationen für viele Wechselrichter und Wallboxen aus. Wählen Sie das passende Modell in den Einstellungen aus.

Wenn Ihre Anlage weitere Wechselrichter umfaßt oder andere Stromerzeuger wie z.B. ein Blockheizkraftwerk oder einen Notstromgenerator, dann sollten Sie diese Werte dem EMS bekanntmachen, damit es diese berücksichtigen kann. Die Vielzahl möglicher Installationsvarianten und wie man diese auslesen kann, sprengt leider den Rahmen dessen, was an dieser Stelle dokumentiert werden kann. Dennoch möchten wir Sie auf eine häufig funktionierende Möglichkeit dazu hinweisen, dazu müssen Sie in der openHAB-Oberfläche (die Sie unter „Einstellungen“ erreichen) ein Thing zur Repräsentation des Gerätes sowie ein auf dieses Thing verweisendes Item für den Erzeugungsleistungs-Wert erzeugen. Wenn Sie einen weiteren Wechselrichter des gleichen Typs wie ihr Hauptgerät besitzen, dann existiert bereits ein Item PVErzeugungsLeistungHaupt und damit verlinkt ein Thing, die Sie beide als Vorlage nutzen können. (Hinweis: die mit einem Schloss versehenen Komponenten entstammen dem EMS, diese können Sie nicht ändern). Machen Sie die zusätzliche Erzeugungsleistung dem EMS bekannt, indem Sie das Item gleich beim Anlegen zu einem Mitglied der Gruppe PVErzeugungsLeistung machen. Das EMS wird dann den Summenwert aller Gruppenmitgleider in seinen Steuerungsalgorithmen verwenden.

Anlegen der Geräte im EMS

Haustechnik, die das EMS steuern soll, müssen Sie normalerweise durch Zwischenschalten eines smarten Gerätes steuerbar machen. Im Rahmen dieser Dokumentation wird beschrieben, wie Sie dem EMS einen Shelly Plus Plug S Zwischenstecker hinzufügen, den Sie zwischen Steckdose und Netzanschlußstecker Ihrer Waschmaschine platzieren. Bei anderen Geräten sind dazu ggf. Elektroanschlußarbeiten erforderlich.

Wärmepumpe anschließen

Wärmepumpen steuert unser EMS über die Smart Grid ready Schnittstelle an. Ihr Wärmepumpen-Installateur muss dazu die beiden SGready-Kontakte als 2 Kabel aus dem Gerät heraus.

Nicht selten besitzt ein Gerät zwar keine offizielle SG ready Zertifizierung, besitzt aber dennoch mindestens den Eingang, um die WP von extern zu instruieren, bei anliegendem Signal nicht zu heizen.
Das ist der für unser Sparvorhaben wichtigere Anschluß der beiden. Es reicht dann auch aus, nur diesen zu verkabeln.
Oft ist dieser Anschluss auch als „EVU-Sperre“ oder ähnlich beschriftet, da bei einem Wärmepumpen-Stromtarif auch die Sperrzeiten durch den Energieversorger über darüber gesteuert werden.

Wenn Sie einen solchen Wärmepumpen-Tarif und ein Steuergerät dafür haben – meist ist das ein sog. Rundsteuerempfänger -, dann reicht unser EMS die Sperre durch.
Allerdings sollten Sie dann unbedingt überlegen, den separaten WP-Stromtarif dafür zu kündigen.
Sie sparen sich Grundgebühr und die Miete für den separaten Zähler und den Rundsteuerempfänger.

Meist arbeiten die SGready-Eingangskontakte mit 230 Volt Netzspannung.

ACHTUNG
Überlassen Sie die physische Installation unbedingt einer Elektrofachkraft, wenn der Anschluß
230 Volt Netzspannung nutzt. Lebensgefahr !!

Für SGready-Anschlüsse mit 12 oder 24VDC Niederspannung empfehlen wir einen Shelly Uni, der sich mit 12-30VDC betreiben läßt, weshalb Sie die Installation auch selbst vornehmen können und dürfen.
Shelly-Geräte können Sie direkt vom Hersteller oder überall im Internet beziehen. Sie erfüllen alle in Deutschland relevanten Sicherheitsnormen und sind vielfach erprobt. Der uni passt in jede für SGr vorbereitete Anschlußdose und kann beide SGr-Kontakte auf einmal bedienen. Um die Schaltstromkreise zu entkoppeln, sollten Sie zur Sicherheit noch ein Koppelrelais wie z.B. dieses zwischen Uni und Wärmepumpe einbauen, das mit derselben Niederspannung arbeitet.
Manche Wärmepumpen wie etliche Nibe-Modelle oder beispielsweise die von Thermondo verbauten LG-„Therma V“ Geräte erfordern die Ansteuerung über 230 Volt-Eingänge. In dem Fall können Sie einen Shelly 2.5 verwenden.

Um den elektrischen Anschluß und damit die Wärmepumpe richtig ins EMS einzubinden, muss zunächst der Aktor elektrisch installiert werden.

Shelly Konfiguration

Ab Fabrik oder nach einem Reset sind die Shelly Aktoren im „Access Point Mode“. Wenn Sie die Stromversorgung anschließen, werden Sie nach kurzer Zeit ein neues WLAN-Netzwerk mit einem auf den Shelly (und seine MAC-Adresse) hindeutenden Namen entdecken.
Verbinden Sie Ihr Smartphone damit und greifen Sie über die Webadresse auf das Konfigurationsmenü des Gerätes zu.

Hier geht es zum offiziellen Video des Shelly-Herstellers zur elektrischen Installations-Video eines 2-kanaligen Shelly Plus 2. Beim Anschluss an die Wärmepumpe benötigen Sie natürlich den Schalter nicht.
Zur daran anschließend nötigen Konfiguration und Einbindung des Aktors in Ihr WLAN finden Sie auf YouTube diverse Videos wie z.B. dieses, in dem auch weitergehend erklärt wird, wie Sie prinzipiell jeden Shelly an unser EMS bzw. das enthaltene openHAB-Steuersystem anschließen können, beispielsweise um damit sogenannte generische Verbraucher zu steuern.

Smart Grid Ready

Die „Smart Grid Ready“ Schnittstelle einer Wärmepumpe besteht aus zwei elektrischen Kontakten, mit denen sich vier Zustände abbilden lassen. Wenn beide Anschlüsse kein Signal haben, läuft die Wärmepumpe dauerhaft im Normalmodus. Das ist auch dann der Fall, wenn nichts angeschlossen ist.
Was genau die anderen Modi bewirken, entscheiden letztlich die in der Wärmepumpe vorgenommenen Einstellungen. Dort kann man in der Regel konfigurieren, was passieren soll, beispielsweise um wieviel °C das Wasser im Pufferspeicher maximal erwärmt werden soll.

Eingang-1Eingang-2SG ready BetriebsmodusBedeutung
AUSAN1 – Sperrung bzw. ZwangsabschaltungIm Sperrmodus darf die Wärmepumpe nicht laufen, d.h. keine wesentliche Leistung aufnehmen.
Unter bestimmten, eng eingegrenzten Bedingungen kann das Energieversorgungsunternehmen Wärmepumpen aus der Ferne sperren.
Häufig wird nur der Eingang 2 vom Installateur angeschlossen und meist „EVU-Sperre“ o.ä. genannt.
AUS AUS 2 – NormalbetriebDie in der Wärmepumpe eingebaute Steuerung entscheidet, wann sie heizt, ggfs. speichert und wieder abschaltet.
AN AUS 3 – EinschaltempfehlungDie Wärmepumpe sollte vorhandenen Strom bevorzugt JETZT zum Heizen (bzw. oder Kühlen) verwenden, die Steuerung der Pumpe kann darüber aber selbst entscheiden.
Wird von einem externen System wie dem EMS signalisiert, wenn z.B. Photovoltaik-Strom im Überschuss vorhanden ist.
ANAN4 – ZwangseinschaltungDie Wärmepumpe muss jetzt Strom aufnehmen und wird damit heizen, insofern Sicherheitsparameter dadurch nicht verletzt würden.
Smart Grid Ready Betriebsmodi

Zur Inbetriebnahme der Schnittstelle müssen die beiden Eingangskontakte im EMS bekanntgemacht und richtig zugeordnet werden. Der erste der beiden SGr-Kontakte wird dabei der von Wärmepumpen-Installateuren häufig auch nur einzeln verwendet und als „EVU-Sperre“ oder ähnlich bezeichnet.
Für den zweiten Kontakt gibt es keine einheitliche Bezeichnung, er heißt beispielsweise bei Thermondo einfach „Modbus“ und an vielen Geräten „Prioritätsheizen“ oder ähnlich.

Heizstabfunktion prüfen

Manche Wärmepumpen aktivieren im SGready-„Zwangs“-Modus 4 auch automatisch den Heizstab. Finden Sie mithilfe der Anleitung heraus, ob das auch für Ihre Pumpe gilt.
Im Zweifelsfall probieren Sie es mit der Testversion unseres EMS einfach aus.
Unser EMS nutzt diesen Modus regelmäßig. Heizstabbetrieb sollte aus Effizienzgründen aber vermieden werden. Wenn Sie nicht verhindern können, dass Ihr Gerät den Heizstab zuschaltet, sollten Sie die entsprechende Option in den „Heizung“ EMS-Einstellungen aktivieren, mit der dieser Modus vom EMS nicht verwendet wird.

Home Connect

Wenn Sie mit HomeConnect ausgestattete Geräte von Bosch oder Siemens besitzen, dann lassen sich diese auch ohne zusätzliche Hardware direkt steuern.
Erzeugen Sie ein HomeConnect Thing und verbinden Sie die Items mit den laut Tabelle passenden Channels, die auf der Thing-Seite angeboten werden.

Steuerung Ihrer Hausgeräte

Das EMS startet Ihre steuerbaren elektrischen Verbraucher bewusst in der folgenden Reihenfolge, wenn gemäß aktueller Ertrags- und Verbrauchs-Prognosen dafür Überschuss an eigenproduziertem Strom zur Verfügung stehen wird.

  • E-Auto wird mit dem Überschuss geladen
    Andere vom EMS gesteuerte Verbraucher werden während einer E-Auto-Ladung ggf. trotzdem gestartet, das wiederum reduziert während deren Betrieb den zur Verfügung stehenden Überschussstrom, mit dem das E-Auto geladen wird.
  • die Spülmaschine wird gestartet
    Auch nachts, dann kann sie morgens ausgeräumt werden.
  • die Waschmaschine wird frühestens um 05:00 gestartet und rechtzeitig, um bis 22 Uhr fertig zu sein.
    Das verhindert, dass die Wäsche nachts fertig wird, nass in der Maschine verbleibt und irgendwann wieder anfängt, zu stinken. Auch das Endschleudern soll niemanden aus den Betten werfen.
    Ein Trockner ist bewusst nicht vorgesehen, da fertige nasse Wäsche direkt in den Trockner umgeladen werden sollte. Dadurch profitieren Sie i.d.R. auch von denselben günstigen Strompreisen.
  • eine Wärmepumpe wird auf bevorzugtes Laden gestellt

    Parallel dazu wird – wenn entsprechend Überschuss vorhanden ist –
  • eine konfigurierbare Gruppe beliebiger generischer Verbraucher eingeschaltet
    In diese Gruppe kann man schaltbare Heizstäbe, Heizstrahler, Pool-Pumpen oder generell jegliche Geräte mit simpler AN/AUS Steuerung aufnehmen. Oder den Trockner, wenn Sie das doch möchten.
    Konfigurierbare Prioritäten bieten zusammen mit Sicherheitsfunktionen wie einer maximalen Laufzeit und Mindest-Abkühldauer viel Flexibilität und Betriebssicherheit.

AN-AUS Verbraucher

AN-AUS- bzw. sogenannte generische Verbraucher sind Geräte, die vom EMS an- und wieder ausgestellt werden können, wenn Strom günstig verfügbar ist. Ein typisches Beispiel für eine Nutzung sind Heizstäbe oder Ladegeräte. Im EMS ist ein „Ladeziegel“ zum Laden von E-Fahrzeugen nur mit günstigem Strom bereits eingerichtet. Seine Konfiguration dient auch als Vorlage zur Einrichtung weiterer solcher Verbraucher. Wenn Sie weitere Elektrogeräte besitzen, die gefahrlos automatisiert an- bzw. ausschaltbar sind, können Sie diese mit einem Zwischenstecker oder anderem Aktor versehen und durch das EMS bei günstigem Strom automatisch zuschalten lassen. Zur Einrichtung müssen Sie ALLE folgenden items vom Typ Switch in der openHAB-Oberfläche einrichten und zum Mitglied der Gruppe generisch machen.

ACHTUNG:
ALLE aufgelisteten items müssen angelegt werden. Auch wenn Sie die jeweilige Funktion nicht nutzen !
Alle items müssen außerdem Mitglied der Gruppe generisch sein.
Sicherheitshalber sollten Sie alle hier aufgeführten items in einem Durchgang zu Anfang anlegen und auch alle mit einem Default-Wert versehen. Wenn Sie das nicht tun, führt das irgendwann – manchmal sofort, manchmal erst später – zu Problemen, die nur schwer zu finden sind.

Durch Anlegen weiterer items mit speziellen Namen lassen sich betriebsrelevante Konfigurationsparameter einstellen:

Namenszusatz
Hauptname Verbraucher frei wählbar.
Im folgenden Verbraucher damit ersetzen!
DatentypParameterbedeutung
muss Mitglied in der Gruppe generisch sein
Beispiele
Verbraucher_PrioritaetNumberRangfolge (einheitenlos, „1“ bedeutet höchste Priorität)
muss Mitglied der Gruppe generisch sein
Einheitenlos
2
Verbraucher_Schaltniveauvgl. Energieniveaumanagement: Energieniveau, ab dem der Verbraucher in jedem Fall eingeschaltet wird.
Nur wenn dieses Niveau nicht anliegt, wird der u.g. Schwellwert ausgewertet.
Wird diese Variable nicht angegeben bzw. auf NULL belassen, wird der Verbraucher genau dann aktiviert, wenn der dynamische Netztarif maximal so teuer ist, wie es die „Laden, wenn …“ Einstellung in den Optionen unter „Energieniveaumanagement“ zulässt.
0=Nie, 1=optimal, 2=günstig, 3=normal, 4=teuer, 5=immer
Einheitenlos
1
Verbraucher_SchwellwertNumber:PowerSchwellwert, bei dem der Verbraucher eingeschaltet wird, wenn o.g. Schaltniveau nicht erreicht ist, aber trotzdem mehr als soviel PV-Überschuss zur Verfügung steht. Typischerweise ist dies die Nennleistung des Verbrauchers.
mit Einheitenangabe, Standard Watt
2 kW
750 W
Verbraucher_LeistungNumber:PowerLeistungsaufnahme dieses Verbrauchers mit Einheitenangabe,
Standardeinheit Watt
Dieses item kann auch auf einen den tatsächlichen Verbrauch messenden Channel verlinkt werden (siehe unter Konfiguration).
2 kW
750 W
Verbraucher_startklarSwitchText ON oder OFFOFF
Verbraucher_minLaufzeitNumber:TimeDauer, die der Verbraucher mindestens ununterbrochen läuft, wenn er aktiviert wird
mit Einheitenangabe, Standard Sekunden
1h
0 s
Verbraucher_maxLaufzeitNumber:Timemaximale Dauer, die der Verbraucher aktiviert wird
mit Einheitenangabe, Standardeinheit Sekunden
für dauerhafte Aktivierung „0 s“ eintragen (VORSICHT, Folgen bedenken!)
1h
0 s
Verbraucher_AbklingzeitNumber:TimeDauer, die der Verbraucher vor dem nächsten Lauf abkühlt mit Einheitenangabe,
Standardeinheit Sekunden
nur aktiv, wenn Laufzeit einen Wert größer 0 s hat
600 s
Items der vom Benutzer definierten („generischen“) Verbraucher

Hat man also beispielsweise zwei Items namens Teichpumpe und Heizluefter jeweils vom Typ Switch, die beide der Gruppe generisch angehören, dann wird durch Anlegen der Items Teichpumpe_Prioritaet vom Typ Number mit Wert 1, Teichpumpe_startklar vom Typ String mit Wert ON und Teichpumpe_Schwellwert vom Typ Number:Power mit einem Wert von 100 W sowie den Items Heizluefter_Prioritaet vom Typ Number mit Wert 2, Heizluefter_startklar vom Typ String mit Wert ON und Heizluefter_Schwellwert vom Typ Number:Power mit einem Wert von z.B. 2 kW zuerst die Teichpumpe aktiviert, wenn mehr als 100 Watt Überschussstrom zur Verfügung steht sowie zusätzlich der Heizlüfter aktiviert, wenn Überschussstrom von mindestens 2,1 Kilowatt (= 100W + 2kW) zur Verfügung steht.
Setzt man Teichpumpe_startklar auf den Wert OFF, dann wird ab 2000 Watt nur der Heizlüfter eingeschaltet. Legt man zusätzlich Heizluefter_minLaufzeit vom Typ Number:Time mit dem Wert 900 s, Heizluefter_maxLaufzeit vom Typ Number:Time mit dem Wert 60 min und Heizluefter_Abklingzeit vom Typ Number:Time mit dem Wert 600 s an, dann heizt der Heizlüfter immer für eine Stunde und pausiert dann für 10 Minuten, ehe er weiterheizt, und das, solange Überschussstrom von mindestens 2000 Watt anliegt. Ist zwischenzeitlich nicht genug Überschuss vorhanden, dann wird er ausgeschaltet und bei wieder ausreichendem Überschuss auch wieder eingeschaltet. Nach einem Einschalten bleibt das Gerät mindestens 15 Minuten angeschaltet.
So wird verhindert, durch zu hektisches Ein- und Ausschalten die betroffenen Geräte zu schädigen.

Tipp:
Wenn Sie für spezielle Anwendungsfälle eine andere Schaltlogik als die des EMS benötigen, richten Sie ein „virtuelles“ Gerät bzw. item ein, d.h. eines, das Sie nicht mit einem Aktor verbinden. Über die Benutzeroberfläche können Sie eigene Regeln erstellen und diese ausführen lassen, wenn der Schaltzustand Ihres virtuellen Gerätes durch das EMS geändert wird. Darin können Sie beliebige Abläufe programmieren.

Hinweis: Sie können die Benutzeroberfläche der Übersichts- und Einstellungen-Webseite unter Einstellungen – Pages auch selbst erweitern, um diese Parameter über die Weboberfläche einstellen zu können. Legen Sie für Ihre eigenen Erweiterungen am besten eine eigene ‚page‘ an und verlinken bei einem Klick dorthin, vgl. das ‚Einstellungen‘-Widget auf der Hauptseite.

Ladeziegel

Als Beispiel für solche AN/AUS-Verbraucher ist im EMS zum Laden von Fahrzeugen wie E-Bikes, Gartengeräten usw. bereits ein „Ladeziegel“ eingerichtet, in der Bedienungsoberfläche unter „E-Auto“ konfigurierbar.
Stecken Sie zur Benutzung einfach einen Shelly Plus Plug Zwischenstecker (z.Zt. MUSS es dieses Modell sein, kein Plug S) in eine Steckdose in Ihrer Garage. Die Schaltsteckdose wird vom EMS aktiviert, wenn Strom günstig ist. Achten Sie darauf, keine Geräte anzuschliessen, die es nicht vertragen, wenn deren Stromversorgung ausfällt.
Auch dass manche Geräte im immer wieder gleichen Modus starten, wenn der Strom zurückkommt, kann ungewollt sein.

Heizstab

Wenn Sie in Ihrem Brauchwasservorratsspeicher einen Heizstab oder eine Brauchwasserpumpe mit externem Steuereingang installiert haben, dann können Sie mit PV-Überschuss günstig Warmwasser erzeugen.
Dafür ist im EMS ein „Heizstab“ eingerichtet, in der Bedienungsoberfläche unter „Heizung“ konfigurierbar.
Zur Ansteuerung wird ein Hutschienen-Aktor wie ein Shelly Pro 2 verwendet, den eine Elektrofachkraft oder der Heizungsbauer meist im Schaltschrank installiert. Mit 2 Kontakten werden 3 Heizstufen (1/0, 0/1, 1/1) sowie „AUS“ (0/0) angesteuert.
Hat Ihr Heizstab nur einen Eingang für AN und AUS, dann schließen Sie einfach nur den ersten Ausgangskontakt an. Setzen Sie dann auch die Schwellwerte für die Stufen 2 und 3 auf das Maximum, damit diese nicht erreicht werden und immer nur die Stufe 1 zum Tragen kommt.

Stellen Sie in den Einstellungen die Leistung in Watt ein, die Ihr Heizstab je Phase bzw. Stufe verbraucht.
Legen Sie als „Überschuss für Heizstab-Start“ fest, ab wie viel PV-Überschuss die jeweilige Heizstab-Stufe aktiviert wird.

Dashboard

Das Dashboard zeigt den aktuellen Energiefluss an. Es handelt sich um eine „nur fast“ Realtime-Anzeige.
Über das PV- und das Batteriesymbol gelangen Sie zu spezielleren Anzeigen und über das Netz-Symbol zur ‚Live-Rechnung‘.

Live-Rechnung

Das EMS zeigt hier die seit dem letzten Rücksetzen zusammengekommenen Werte an. Die Anzeige wird automatisch an jedem Monatsanfang zurückgestellt. Sie können sie auch jederzeit manuell zurücksetzen.
Als ‚Vergleichstarif‘ dient der Preis, den dafür Sie in den Optionen selbst hinterlegen können. Haben Sie einen dynamischen Stromtarif, wird hierbei der Durchschnittswert der Stundenpreise im Rechnungszeitraum verwendet, oder der von Ihnen hinterlegte feste Wert, je nachdem was höher ist.
Achtung: Der dynamische Vergleichtarif ist nicht verbrauchsgewichtet und dadurch günstiger, als was Sie in Wirklichkeit zahlen müssten, vor allem wenn Sie eine Wärmepumpen. Denn die heizt ohne EMS besonders in den teuersten Stunden. Leider können wir aber nicht wissen, wann das gewesen wäre, wenn unser EMS nicht eingegriffen hätte.

Auf diesem Wert basiert die Berechnung der Kosten ‚ohne EMS‘. Der Wert ‚ohne PV‘ hätte sich ergeben, wenn Sie zwar ein EMS mit dynamischen Tarifen nutzen, aber keine zusätzliche Solaranlage besitzen.
Die ‚PV Erstattung‘, also die Zahlung der Einspeisevergütung, erfolgt üblicherweise separat durch ihren Netzbetreiber und taucht nicht in der Stromrechnung Ihres Versorgers auf.

Als ‚gerettet‘ wird der Strom ausgewiesen, der von Ihnen während negativer Strompreise verbraucht bzw. dank Ihnen zusätzlich erzeugt wurde. Normalerweise würden Solaranlagen und Windräder in dieser Zeit abgeregelt, weil zuviel Strom im Netz ist, der nicht genutzt werden kann.

Ertragsprognose

Die unter „Solarprognose“ angezeigte Kurve ist die Restenergie, die im Tagesverlauf noch zur Verfügung stehen wird. Der Wert startet bei Tagesbeginn mit dem Wert der Vorwoche und fällt ab dem Ertragsstart bei Sonnenaufgang . Durch die Wetterprognose kann es zu deutlichen Schwankungen kommen.

Wenn die Werte dauerhaft und systematisch von Ihren Erfahrungen abweichen, können Sie die Prognosewerte mit einem eigenen Faktor skalieren und einen Offset (Basiswert) addieren (siehe Dokumentation der Einstellungen).

Einspeiseoptimierung

Das EMS optimiert die Zeiten und Mengen der Einspeisung Ihres Solarstroms.
Die zentrale Einstellung dafür ist die Abregelungsgrenze, die bewirkt, dass nie mehr als dieser prozentuale Anteil der theoretisch maximalen Leistung Ihrer Anlage ins Netz eingespeist wird.
Wohlgemerkt: eine Abregelung nimmt ggf. immer nur Ihr Wechselrichter vor, nie unser EMS.
Für neu installierte Solaranlagen hat der Gesetzgeber verfügt, dass dies nicht mehr als 60% sein dürfen, bei älteren Anlagen meist 70%. Die Einhaltung dieser Grenze wird im Regelfall von Ihrem Wechselrichter forciert, jedenfalls, wenn Sie nicht über eine dynamische Regelungsmöglichkeit gemäß §9 EEG verfügen.
(Das tun bisher die wenigsten, weil es bisher die Installation eines Rundsteuerempfängers erfordert.)

HINWEIS Die Voreinstellung im EMS liegt bei 50 Prozent

Warum das? Weil Sie so nicht nur eine etwaige spätere Kappung der mittäglichen Ertragsspitze verhindern, sondern auch netzdienlicher einspeisen.
Die allermeisten Heimspeicher laden, sobald Überschuss anliegt. Das führt dazu, dass ab dem Zeitpunkt, wo der Speicher gefüllt ist, jeder weitere Überschuss eingespeist wird. Weil das meist in Frühling und Sommer meist schon gegen Mittag der Fall ist, speisen dann alle quasi alle Solaranlagen Deutschlands auf einen Schlag konzertiert ins Netz ein und gefährden damit die Verteilnetze.
Neuerdings bekommen Sie Einspeisungen darum auch nicht mehr vergütet, wenn der Strompreis unter Null liegt.

Würde der Ertragsprognose des EMS zufolge im Tagesverlauf der von Ihnen eingestellte Grenzwert überschritten, speist unser System ggfs. bereits ab Beginn des Tages Strom und entlädt dazu wenn nötig sogar die Batterie. Solange der Ertrag vom Dach noch minimal ist, ist die noch erlaubte einspeisbare Menge maximal. Später am Tag ließe sich diese Menge nicht mehr vollständig einspeisen.

Wohlgemerkt: eine Abregelung nimmt ggf. immer nur Ihr Wechselrichter vor, nie unser EMS!
Mit der Einstellmöglichkeit des EMS bewirken Sie das Gegenteil: Sie lassen es gar nicht es zu einer Abregelung kommen.

Eine etwaige Ladung sollte natürlich nicht stattfinden, ehe Strom vom Dach fliesst. Daher läasst sich auch die Zeit, die es vom Sonnenaufgang bis zum Ertragsstart dauert, in den Einstellungen ändern.

EMS Optionen

Energiemanagement

In der Voreinstellung sorgt das EMS selbst dafür, dass einige Energiemanagement Parameter dem Jahresverlauf angepasst werden. Dabei wird zwischen Einstellungen für den Sommer (15. Mai bis 15. September), den Winter (1. November bis 20. März) und die restliche Übergangszeit unterschieden.
Vverändert werden u.a. die prozentualen Zeitanteile, wie viele Stunden als teuer bzw. günstig gelten.
Sommers wird eine Wärmepumpe nachts deaktiviert. Die maximale Zeit, für die eine Wärmepumpe bei hohen Strompreisen ggf. deaktiviert wird, liegt winters bei 4 und in der Übergangszeit bei 8 Stunden.
Wenn Sie diesen Schalter deaktivieren, können und müssen Sie die Parameter selbst festlegen und daran denken, diese im Jahresverlauf auch anzupassen.
Ausführlichere Erläuterungen zu Energieniveaus und dem Umgang damit finden Sie im Abschnitt Energieniveaumanagement.

Grundeinstellungen

Ist „ermittle Grundlast“ aktiviert, wird der aufgezeichnete Stromverbrauch von vor einer Woche als Prognosewert verwendet. Steuerbare Verbraucher werden dabei herausgerechnet, insofern möglich (dazu bedarf es einer Leistungsmessung im Verbraucher selbst, die es nur bei wenigen Geräten gibt).
Um als gültig übernommen zu werden, dürfen neu ermittelte Verbrauchsmengen aber nicht um mehr als den im Punkt darunter konfigurierbaren Prozentsatz vom bisher gespeicherten Wert abweichen, um nicht etwaige nicht-repräsentative Werte als Standard zu übernehmen. Sollte irgendwann dieser Wert nicht verfügbar sein, wird der unter „Grundlast Voreinstellung“ konfigurierbare Wert benutzt.

Experimentelle Funktion: Großverbräuche erkennen

Sie können auswählen, ob das HEMS plötzlich große auftretende Verbräuche versucht zu erkennen und daraufhin die Batterieentladung sperrt, um so zu verhindern, dass Heiz- und Lade-Strom sozusagen durch die Batterie hindurch geschickt wird und dabei Ladeverluste entstehen.
Das gilt und funktioniert für alle Arten von Stromverbrauchern, auch ungesteuerte wie z.B. den Backofen.
Das Haus im Dashboard zeigt farblich an, wenn einer dieser Großverbraucher angestellt wurde: wenn die Wallbox gerade aktiv das E-Auto lädt, dann wird das durch die „Auto“-Farbe blau angezeigt. Ansonsten ist die Anzeige dunkelrot bzw. wird wieder schwarz, wenn der Großverbrauch beendet wird.

Die Erkennung durch das EMS basiert auf der Änderungsrate (dem „Gradienten“), um wie viel Prozent der Stromverbrauch binnen einer halben Minute zu- oder abnimmt.
Nach Aktivieren der Funktion können Sie diesen Schwellwert festlegen.
Haben Sie z.B. ein besonders gut gedämmtes Haus und ist die Verbrauchsänderung relativ zum Gesamtverbrauch eher gering, wenn die Wärmepumpe zu heizen beginnt, dann verringern Sie diesen Wert, um die Erkennungsqualität zu verbessern.

ACHTUNG:
Großverbrauchserkennung ist eine neue, noch nicht zur allgemeinen Nutzung empfohlene Funktion.
Wenn Sie diese EMS Optionen aktivieren, machen Sie das auf Ihr eigenes Risiko.

Energiespeicher

Stellen Sie hier die Batterieparameter passend ein. Wenn Ihr Wechselrichter bzw. die Batterie sich in einem unerwünschten Zustand verheddert haben sollten, können Sie sie hier mit einem Reset in den Normalmodus bringen.
Außerdem können Sie hier das Laden oder Entladen der Batterie auf einen bestimmten Ladestand erzwingen.

Batterienachladung

HINWEIS: diese Funktion erfordert, dass Batteriefunktionen sich von außen steuern lassen. Das geht nur bei ganz bestimmten Wechselrichter-Modellen, siehe https://storm.house/unterstuetzte-pv-anlagen.

HINWEIS
Diese Funktion spart normalerweise Geld. Die Verwendung kann in seltenen Fällen allerdings auch dazu führen, dass das HEMS aus dem Netz lädt und gleichzeitig oder im Wechsel einspeist (zu dann geringeren Erlösen als den Netzbezugskosten).
storm.house und die Storm Strom Software übernehmen in sämtlichen Fällen, bei denen die Nutzung unseres HEMS zum finanziellen Nachteil des Nutzers ausgehen, keinerlei Haftung.
Mit der Verwendung der Funktion erklären Sie sich damit einverstanden und dass der Einsatz auf Ihr eigenes Risiko im Bewusstsein der möglichen finanziellen Folgen erfolgt.

https://storm.house/unterstuetzte-pv-anlagen

Wenn der Energiegehalt der Batterie nicht ausreichen würde, um über die Nacht oder den Tag zu kommen, lädt das EMS die Batterie automatisch und möglichst frühzeitig nach. Sie legen dabei fest, wie hoch die Preise dazu sein dürfen.
Die zu ladende Menge wird dann so berechnet, dass am Ende einer Nacht (Sonnenaufgang zzgl. Verzögerung bis Ertrag morgens in min) nur noch die unter Nachtreserve kWh festgelegte Menge Energie in der Batterie verbleibt. Mehr wäre nicht kostenoptimal, weil dieses Mehr an Strommenge faktisch aus dem Netz statt vom Dach kommt. Weniger hiesse man müsste bei vorzeitig leerer Batterie frühmorgens aus dem Netz ziehen. Dann gerade sind aber die Preise am höchsten. Auch tagsüber wird nachgeladen, wenn der erwartete Solarertrag den erwarteten Verbrauch nicht decken kann.
Wenn Sie den Schalter für die kostenoptimale Lademenge deaktivieren, können Sie einen festen Prozentsatz eingeben, auf den nachgeladen wird, wenn der aktuelle Ladestand niedriger sein sollte
Ansonsten wird bei der Standard-Einstellung Batterie mit kostenoptimaler Menge laden dynamisch nachgeladen, wenn das aktuelle Strompreisniveau günstig, das bedeutet kleiner oder gleich dem unter Batterie abhängig vom Strompreisniveau nachladen ausgewählten Niveau ist.
Die 3 auswählbaren Tarifniveaus entsprechen den Einstellungen im Energieniveaumanagement.
Dort können Sie festlegen, wieviele allergünstigste, günstigste und teuerste Stunden bei der Berechnung berücksichtigt werden.
Stellt man als Batterie abhängig vom Strompreisniveau nachladen das Tarifniveau 5 - immer ein, dann wird die „optimale“ Einstellung ignoriert und immer auf den als Ziel-Batterieladestand bei günstigem Strom festgelegten Ladestand geladen.

kurzfristiges Nachladen

Auch wenn es unnötig kompliziert erscheinen mag: es gibt eine zweite, zusätzlich zu und unabhängig von der eben beschriebenen ablaufende Batterie-Nachlade-Logik.
Deren Idee: selbst wenn wir erwarten, dass der Solarertrag den Tagesbedarf an Strom insgesamt decken wird, reichen die Speicherkapazitäten dazu oft nicht. Das kann immer noch dazu führen, dass zu einzelnen Tageszeiten ins Netz gespeist und zu anderen Zeiten Strom aus dem Netz geholt werden muss.
‚Und sobald das absehbar wird, macht es ja Sinn, den Strom im Zeitfenster bis dahin zum Tiefstpreis vorab in die Batterie zu laden.
Diese Funktion und das auszuwertende Zeitfenster wird mit den folgenden Einstellungen aktiviert:

Mit dieser Einstellung beispielsweise würde die Batterie immer nachgeladen, wenn der Preis innerhalb der kommenden 180 Minuten über dem aktuellen Preisniveau liegt (und der Batterievorrat nicht ausreicht, den prognostizierten Bedarf zu decken).

Bei der verfügbaren Batteriekapazität handelt es sich nur um die dem EMS zugängliche Menge.
Das EMS nutzt den gesamten ihm zugänglichen Speicher, der aber eben nur das vom Wechselrichter als zur Verfügung gestellte Fenster umfaßt. Einstellungen im EMS wie die vorzuhaltende Menge (Mindest-Ladestand) beziehen sich ebenfalls auf dieses Fenster und nicht auf die Gesamtkapazität.
Für die Sommer- und Wintermonate lassen sich getrennt Werte einstellen, damit Sie den Akku ggfs. bei Winterkälte nicht so weit entladen lassen wie sommers.

ACHTUNG: Das ist nicht dasselbe wie der absolute unterste Ladestand. In den meisten Wechselrichtern lassen sich Unter- und Obergrenzen für den Ladestand in % festlegen, die der Ladestand also nicht unter- bzw. überschreiten darf. Legen Sie diese Werte zum Schutz der Batterie selbst fest.

Stromtarif

Wählen Sie hier den Anbieter Ihres dynamischen Stromtarifs aus oder stellen Sie den altbekannten „flat“ Tarif ein. Sollte Ihr Anbieter nicht explizit gelistet sein, nutzen Sie die Einstellung „EE-Börsenpreise“. Dann werden die Daten der Entso-E Transparency Platform verwendet.

Vergleichwerte für die letzten Jahre finden Sie hier.

zeitvariable Netzentgelte nach EnWG §14a Modul 3

Habe Sie das sog. Modul 3 bei Ihrem Netzbetreiber beantragt, dann können Sie die variablen Netzentgelte hier aktivieren. Der Preise für den Netzentgelt-Anteil am Gesamtstrompreis hängt dann von der Tageszeit ab. Neben dem Standardtarif (während dem eine kWh den üblichen Preis kostet, den sie auch bei festen Netzentgelten kostet) gibt es dann eine Hoch- und eine Niedrigpresizone.
Berücksichtigen Sie dabei, dass die genaue Festlegung der Zeitzonen vom Netzbetreiber vorgegeben wird und sich leicht von Anbieter zu Anbieter unterscheiden können.
Besorgen Sie sich als erstes die genaue Definition der Zeitzone von Ihrem Netzbetreiber.
Suchen Sie dann unter Administration – Einstellungen – Rules nach dem Text „Beginn der“, um die drei für die Niedrig-Tarfzone (NT), den Standardtarif (ST) und die Hoch-Tarifzone (HT) vorinstallierten Regeln angezeigt zu bekommen. Diese legen jeweils fest, wann am Tag der Zonenwechsel stattfindet.
Voreingestellt ist eine Niedrigpreis-Zone von 0 bis 6 Uhr und ein Hochlasttarif von 16 bis 19 Uhr, ABER dieser gilt nur von Oktober bis März des Jahres. In den Monaten dazwischen gibt es nur den Standardtarif.
Gleichen Sie die Regeln gründlich mit dem Regelwerk Ihres Versorgers ab. Da jeder Netzbetreiber prinzipiell frei darin ist, das Regelwerk und seine Parameter festzulegen, gibt es dazu leider keine Schritt-für-Schritt Anleitung
Passen Sie diese dann auf Ihre Situation an. Das müssen Sie nur einmalig machen.
Speichern Sie die geänderten Regeln mit dem ‚Save‘-Button bzw. Control-S dauerhaft ab.
Testen Sie anschließend die Funktion, indem Sie für jede der Tarifzonen die zugehörige Regel einmal ausführen, indem Sie auf das ‚Play‘-Dreieckssymbol klicken, was den entsprechenden Preis setzt.
Dieser wird im Kleingedruckten in den Einstellungen angezeigt.

Dimmen steuerbarer Verbraucheinrichtungen nach §14a Energiewirtschaftsgesetz

Wenn Sie ein Smart Meter besitzen, können Sie das Modul 1 nach §14a EnWG, die Netzrabatt-Pauschale, bei Ihrem Netzbetreiber beantragen. Damit räumen Sie Ihm das Recht ein, im Falle eines Netzengpasses Ihre sog. steuerbaren Verbrauchseinrichtungen auf das Leistungs-Minimium zu dimmen.
Im Gegenzug erhalten Sie eine finanzielle Entschädigung für jedes dieser steuerbaren Geräte.
Das EMS kann alle Wärmepumpen dimmen bzw. vorübergehend deaktivieren und alle Wallboxen und Batteriespeicher so steuern, dass sie nicht mehr als die geforderten 4,2 kW Leistung benötigen.
Der Netzbetreiber wird zusätzlich zum Smart Meter eine sog. FNN-Steuerbox installieren und mit einem Shelly-Aktor (bzw. eigentlich ein Sensor) verbinden, für dessen Installation Sie verantwortlich sind.
In diesem letzten Bereich der Energiemanagement-Einstellungen können Sie die nötigen Einstellungen vornehmen, damit das EMS mit dem Sensor kommunizieren kann.

Dynamische Begrenzung der Einspeisung gemäß §9 EEG

Wenn Sie ein intelligentes Messystem besitzen und die Einspeiseleistung Ihrer PV-Anlage NICHT pauschal auf 60% der Dachkapazität durch den Wechselrichter drosseln lassen wollen, sind Sie seit Februar 2025 verpflichtet, bei Anliegen eines entsprechenden Signals des Netzbetreibers auf 90,60,30 oder 0% der Kapazität zu drosseln, solange das entsprechende Signal anliegt.

Der zweite Sensor im Bereich Energiemanagement-Einstellungen nimmt dieses Signal vom Netzbetreiber entgegen.

Photovoltaik

Jeder vom EMS steuerbare Wechselrichter hat eine IP-Adresse und eine Modbus-Adresse. Bei Auswahl eines Wechselrichter-Modells wird der meist benutzten Wert vorgegeben, sie können diesen anschließend aber abändern.
Tragen Sie hier ihr Hauptgerät ein. Besitzen Sie mehrere Wechselrichter, dann ist das normalerweise dasjenige, an dem die Batterie angeschlossen ist, oder in Master-Slave Aufbauten eben das Master-Gerät.
In Konstellationen bei denen alle ihre Wechselrichter stattdessen an einen zentralen Datenlogger berichten, nutzen Sie das entsprechende Eingabefeld, um diesen auslesen zu lassen.
Andere Wechselrichter als das Haupt-Gerät können Sie hier NICHT konfigurieren, dazu siehe hier.
Wenn Sie eine Batterie, aber keinen Hybrid-Wechselrichter besitzen, können Sie für Ihren separaten Batterie-Wechselrichter, hier ebenfalls eine eigene IP und Modbus-ID konfigurieren. Auch das eigene Smart Meter wird oft über den Wechselrichter ausgelesen, mit dem es per Modbus (bzw. RS485-Kabel) verbunden ist, alleinstehende Meter können aber ebenfalls hier einzeln zum Auslesen konfiguriert werden.

Das EMS gibt bei Auswahl eines Wechselrichter-Modells den meistens benutzten Wert vor. Sie können diesen anschließend aber abändern.

E-Fahrzeuge

Grundsätzlich gesprochen sorgt das EMS dafür, dass Sie Ihr E-Auto laden, wenn PV-Überschuss verfügbar oder Netzstrom günstig ist.

Einstellungen Laden

Das EMS kann diverse Wallbox-Typen steuern und die Ladeleistung automatisch vorgeben. Normalerweise sollten Sie die Ladesteuerung dem EMS überlassen. Hier lassen sich maximale Ladeleistung einstellen (üblicherweise die Anschlussleistung 11 oder 22 kW) sowie der Ziel-Ladestand auswählen, nach dessen Erreichen die Ladung beendet wird. Für die Zeit nach Sonnenuntergang gibt es eine Einstellung, ob grundsätzlich geladen werden soll. Diese wird nur ausgewertet, wenn die grundsätzliche Ladestrategie auf Automatik steht. Ist diese aktiviert, wird nachts ebenso wie tagsüber nachgeladen, wenn Netzstrom günstig ist, wobei die Ladung mit voller Leistung nur in den allergünstigsten Stunden erfolgt.

Fahrzeugdaten

In den meisten Fällen werden die Fahrzeugdaten über einen Online-Zugriff mit Benutzername und Passwort abgefragt. Bitte prüfen Sie unter der Fahrzeug-Dokumentation, ob noch zusätzliche Parameter für Ihre Fahrzeugmarke notwendig sind.

Wallbox

Lesen Sie zur Auswahl und Konfiguration bitte die Hinweise im Kapitel „Voraussetzungen für die Wallbox“.

Wenn der Zugriff auf die Benutzeroberfläche Ihrer Wallbox mit Benutzername und Passwort geschützt ist, können Sie die Daten hier hinterlegen. Wallboxen, die wie etwa die im Volkswagen-Konzern eingesetzte Elli mit OCCP laden, benötigen dazu eine SKI genannte Kennung.

wenn Sie den Passwortschutz oder das Passwort ganz löschen wollen, geben Sie NULL als Wert ein.

Wenn Sie einen dynamischen Tarif besitzen, wird dabei derselbe Anteil günstigster Stunden eines Tages ausgewertet, wie Sie für das Heizen per Wärmepumpe hinterlegt sind.
Wenn Sie als Ladestrategie ‚Automatik‘ und ’nachts wenn Tarif günstig‘ auswählen, lädt das EMS Ihr E-Auto nur in diesen günstigsten Stunden. Darum beeinflusst die die Einstellung, wie viele Prozent der Stunden als günstig gelten, ob das E-Auto bis zum Morgen den eingestellten max. Ladestand erreicht.
Lesen Sie bitte auch die vorstehenden Hinweise zum preisabhängigen Nachladen der Batterie sowie zum verstärktem Heizen bzw. Sperren der Heizung.

Tipp:
Wenn Sie genug Ladung für eine weite Fahrt garantieren wollen, machen Sie das wie folgt:
Stellen Sie die Ladestragie auf ‚Überschuss‘ und nutzen Sie das EVCC-eigene Web-Interface auf Port 7070, um einzustellen, bis zu welcher Uhrzeit welche Menge Strom geladen wird.
Alternativ können Sie natürlich auch die Ladeleistung auf ‚unbegrenzt‘ stellen, dann allerdings werden die Strompreise nicht berücksichtigt und es wird stur mit der maximalen bzw. Nennleistung geladen.

Ladeparameter

EVs laden erst ab 6A bzw. 1,4kW je Phase. Diese Leistung muss vollständig als Überschuss vorliegen, damit die Ladung stattfindet. Mit dem ersten dieser Parameter wird festgelegt, wieviel vorhanden sein muss, damit die Ladung gestartet wird, der ggfs. zu 1,4kW fehlende Rest wird dann aus Netz bzw. Batterie genommen.
Der zweite Parameter legt die maximale Leistung fest, die dabei für die Dauer von 30 Minuten aus dem Netz gezogen werden darf, ehe die Ladung abgestellt wird.

Ladeziegel

Mit „Ladeziegel“ sind einphasige Ladegeräte für E-Autos und andere Fahrzeuge mit Batterie wie E-Bikes gemeint. Anders als in Wallboxen ist bei diesen die Ladeleistung nicht steuerbar. Durch Zwischenstecken eines Aktors lassen sich E-Fahrzeuge aber auch hiermit kostenoptimiert laden.

Während es für die Wallbox im Dashboard und den Optionen eigene Bereiche gibt, ist ein Ladeziegel als generischer AN-AUS Verbraucher eingerichtet; die Konfiguration dient als Vorlage zur Einrichtung weiterer generischer Verbraucher durch Sie als Kunden. Sie können Geräte, die vom EMS gefahrlos an- und wieder ausgestellt werden können, mit einem Zwischenstecker oder anderem Aktor versehen lassen und vom EMS bei günstigem Strom schalten lassen.

Hausgeräte

Kühlschrank und Tiefkühltruhe

Kühlgeräte sind heutzutage so gut isoliert, dass sie problemlos auch bei Stromausfall etliche Stunden überdauern können. Tipp: Probieren Sie zunächst aus, den Kühlschrank für einige Stunden auszustellen und schauen Sie, um wieviel Grad die Temperatur in dieser Zeit steigt. Das schafft mitunter das notwendige Vertrauen, diese Spar-Funktion auch dauerhaft einsetzen zu können, ohne Angst davor haben zu müssen, dass Lebensmittel dadurch gefährdet werden oder verkommen könnten.
Sinnvollerweise senken Sie die Temperaturvorgabe am Kühlgerät um ein oder zwei Grad, so daß die Temperatur sich über Kühlphasen und ausgeschaltete Zeiten in etwa auf das früher als dauerhaft gewünschte Niveau einpendelt.

In den Hausgeräte-Optionen können Sie auswählen, ab welchem Tarifniveau gekühlt wird. In teureren Zeiten wird die Stromzufuhr zu den Geräten unterbrochen und wieder aktiviert, wenn der Strompreis unter das hier festgelegte Niveau fällt. Im Abschnitt Energieniveaumanagement können Sie nachlesen, wie Sie die Anteile der Energie- bzw. Tarifniveaus festlegen können.

Waschmaschine und Spülmaschine

In den Optionen können Sie ebenso wie im Dashboard festlegen, bis wann eine Wäsche bzw. ein Spülgang spätestens beendet werden soll.

Bedienen Sie Ihre Maschinen einfach so, wie Sie es gewohnt sind !
Das EMS erkennt den Start eines Waschgangs anhand des Stromverbrauchs und unterbricht diesen gegebenenfalls, wenn das kostengünstiger sein sollte.
Sollte das EMS die Maschine abstellen, ehe Sie mit dem Beladen fertig geworden sind und den Startknopf haben drücken können, dann können Sie die Maschine durch Auswahl der Option „sofort starten“ beim Fertigstellungszeitpunkt auf der Hauptseite wieder anstellen, zuende beladen und dann mit dem Schalter am Zwischenstecker in der Stromzuleitung wieder ausstellen.
Stellen Sie die Fertigstellungszeit danach wieder auf den Ursprungswert.
Mit diesem Schalter können Sie die Maschine alternativ auch direkt nach dem Start mithilfe des Schalters am Zwischenstecker in der Stromzuleitung ausstellen, etwa wenn Ihnen die Erkennung zu lange dauern sollte oder Sie auf „Nummer sicher“ gehen wollen.
Die „Karenzzeit“, für die das EMS die Maschine noch an läßt, wenn Sie einen Startvorgang bemerkt, ist in den Optionen konfigurierbar. Direkt darunter sind auch die Schwellwerte für die elektrischen Leistungen konfigurierbar, anhand derer das System automatisch erkennt, ob eine Waschmaschine oder ein Geschirrspüler angestellt wurden bzw. ihren Waschgang beendet haben. Passen Sie diese Werte für Ihre Hausgeräte an.
Experimentieren Sie ruhig ein wenig, wenn die Voreinstellungen nicht gut funktionieren.

Heizung und Wärmepumpe

Im Dashboard wird angezeigt, zu welchen Kosten Sie gerade heizen.
Dieser Wert ergibt sich durch den jeweils aktuellen Strompreis und die für diesen Zeitpunkt prognostizierte Außentemperatur. Bei Wärmepumpen, die die Wärme aus der Außenluft holen (Luft-Wasser- oder Luft-Luft-Wärmepumpen) hat die Luftttemperatur großen Einfluss auf die Effizienz, mit der die Wärmepumpe in dem Moment Wärme produzieren kann. Der sog. Carnot-Gütegrad besagt, wie gut eine Wärmepumpe die physikalischen Möglichkeiten der Wärmegewinnung ausnutzt. Diese werden durch die absolute Temperatur der Wärmequelle und der Wärmesenke bestimmt.
In den EMS-Optionen können Sie festlegen, mit welcher Vorlauftemperatur Ihr Gebäude beheizt wird und welcher Gütegrad der Berechnung zugrundegelegt werden soll. Den Wert zu Ihrem Modell erfahren Sie vom Hersteller Ihres Gerätes. Gute Geräte schaffen Werte um die 0,45, also 45 Prozent, aber da es sich um Laborwerte handelt, sollten Sie sicherheitshalber immer ein paar Prozent abziehen.
In den Logs finden Sie bei der alle Viertelstunde stattfindenden Berechnung der prognostizierten Wärmekosten Ausgaben der Arbeitszahlen, die das System bei verschiedenen Außentemperaturen ermittelt hat. Wenn Ihre Wärmepumpe auch die aktuelle Arbeitszahl anzeigt, passen Sie den in den Optionen eingestellten Wert anhanddessen an.

Die Betriebsart legt fest, ob die Wärmepumpe unbeeinflusst ihr eigenes „Normal“-Programm ausführen kann, zwangsweise gesperrt wird oder in den Winter-, Sommer- oder Automatikmodus gesetzt wird. Letzterer wählt je nach Jahreszeit den Winter- oder Sommermodus.

Solange der „Überschuss“-Schwellwert an Strom vom Solardach überschritten wird, wird das EMS die Wärmepumpe auch dann in den verstärkten Heizbetrieb setzen, wenn der Netzstrom dazu nicht günstig genug sein sollte.

Den „Notheizbetrieb“ können Sie jederzeit manuell aktivieren. Dieser endet automatisch nach 30 Minuten, wenn nicht anders eingestellt. Danach wird auf den Automatik-Modus zurückgestellt.

Energieniveaumanagement

Die Energieniveaus sind von zentraler Bedeutung: Sie werden ebenso beim Heizen ausgewertet wie beim Laden des E-Autos und beim Nachladen der Batterie. 0 bzw. 💸 („money with wings“) bedeutet Energie ist teuer. 1 bzw. Ø ist der normale Durchschnitt, 2 bzw. ✓ heißt, dass günstige Energie zur Verfügung steht, und 3 bzw. 👍 bedeutet, dass die Strompreise im Rahmen des Bekannten optimal sind.
In den Verbrauchs- und Batterie-Charts wird dies auch über die Farbe im Hintergrund dargestellt.
Im Energieniveaumanagement können Sie festlegen, welcher Anteil an allergünstigsten (👍), günstigsten (✓) und teuersten (💸) Stunden Ihres Stromtarifs bei der Berechnung berücksichtigt werden.
Zum Verständnis hilft es dabei zu wissen, dass neue Preise für den kommenden Tag nur einmal am Tag veröffentlicht werden (in der Regel gegen 13:00). Das kann zu Irritationen über das Verhalten des EMS führen, Sie können aber sicher sein, dass es immer so gut wie möglich alle Stunden in die Planung einbezieht, für die Preise bereits bekannt sind.
Im Dashboard wird das jeweils aktuelle Tarifniveau durch diese Icons dargestellt und Sie können Auswirkungen einer Änderung auf die Einstufung der aktuellen Stunde direkt sehen.

Das aktuelle Tarifniveau wird an die Wärmepumpensteuerung weitergegeben, die entsprechend verstärkt oder sogar maximal heizt oder die Wärmepumpe in der betreffenden Stunde sperrt.
Ähnlich wirkt es sich beim Laden des E-Autos aus, 👍 entspricht der vollen Ladeleistung und ✓ dem Laden nur mit Überschuss, aber mindestens den technisch geforderten Mindestwert von 1,4kW je Phase.
Und bei 💸 wird natürlich gar nicht geladen, das wäre ja Geldverschwendung.
Auch beim Nachladen der Batterie wird das aktuelle Energieniveau ausgewertet.
Welches Tarifniveau höchstens vorliegen darf, damit nachgeladen wird, ist einstellbar.
Achtung, es gibt die Einstellungsmöglichkeiten doppelt: in den EMS Optionen unter den Reitern „Energiemanagement“ und „Heizung“. Es handelt sich um dieselben Einstellungen, eine Änderung unter „Heizung“ ändert die Werte auch im „Energiemanagement“, mit entsprechenden Auswirkungen auch für die E-Auto- und Batterieladung.

In der Werkseinstellung sorgt das EMS dafür, dass diese Werte im Jahresverlauf automatisch an das für die jeweilige Jahreszeit übliche Heizverhalten angepasst werden. Wenn Sie die Werte explizit selbst festlegen woillen, können Sie die entsprechende Option deaktivieren und mit den daraufhin erscheinenden Schiebereglern die Sparaktivitäten des EMS beeinflussen. Sollte es beispielsweise kalt werden, weil die Heizung selten läuft, oder sollte die Heizung morgens zu zeitig starten, so dass sie Netzstrom verbraucht, obwohl kurz darauf genug Storm dafür vom Dach bereitstünde, dann
können Sie hier Anpassungen vornehmen, um das EMS mehr oder weniger aggressiv vorgehen zu lassen.
Die Zeiten können überlappen, die „günstigen“ Stunden mit verstärktem Heizen beinhalten immer auch die „günstigSTen“ Stunden. Eine bestimmte Stunde könnte beispielsweise zu den 20 günstigsten, aber auch gleichzeitig zu den 8 teuersten Stunden des Tages gehören. Gilt beides, hat die Sperrung Vorrang.
Bei länger kontinuierlich fallenden Preisen kann es dazu kommen, dass die aktuelle Stunde immer die teuerste ist und darum nicht geheizt wird. Das ist das sogenannte Tinder-Dilemma.
Damit es auch unter diesen Bedingungen nicht unangenehm kalt werden kann, gibt es eine Einstellungsmöglichkeit, wie lange am Stück die Wärmepumpe höchstens nicht heizen darf. Außerdem können Sie einstellen, wie lange im Anschluss daran unabhängig von aktuellen Preisen nachgeheizt wird, ehe das EMS wieder zum Automatikmodus übergeht.
Da es hierbei keine Werte gibt, die für jedes Gebäude passen, müssen Sie Ihre Werte auch nach einer profesionellen Installation im Laufe der Zeit selbst so auf die Gegebenheiten anpassen, dass Sie das Ergebnis als komfortabel empfinden.
Außerdem können Sie jederzeit im Dashboard den „Notheizbetrieb“ Ihrer Wärmepumpe anschalten. Das sollten Sie aber nur in Ausnahmefällen tun, da normalerweise dann auch der Heizstab eingeschaltet wird und das ein sehr ineffizienter Betriebsmodus ist.
Damit Sie es nicht vergessen können, schaltet das EMS nach einigen (auch einstellbaren) Minuten auf den „Automatik“ Modus zurück.

Das EMS wertet jeden Tag alle Stunden-Einzelpreise aus, wenn Sie einen dynamischen Stromtarif ausgewählt haben. Daraus werden die absolut günstigsten, relativ günstigen und teuersten Stunden berechnet. Typischerweise veröffentlicht die Strombörse die Strompreise für alle Stunden des nächsten Tages gegen 13:00. Entsprechend werden vor 13:00 nur die restlichen Stunden des aktuellen Tages und nach 13:00 alle Stunden bis zum Ende des nächsten Tages berücksichtigt.

Hinweis
Die Bezeichnung günstigste bzw. teuerste Stunde bezieht sich auf den Zeitraum ab der Berechnung und soweit die Vorhersage reicht. Dadurch, dass sich dieser Betrachtungszeitraum jede volle Stunde verschiebt, kann es z.B. zu mehreren „günstigsten“ Stunden in direkter Folge kommen, in dem Fall würde mehrere Stunden hintereinander stark geheizt bzw. bei den „teuersten“ Stunden das Heizen unterbunden.
Das ist dann aber kein Fehler, sondern optimal und genau so gewollt.
Es gibt eigene Sicherheitsfunktionen, die sicherstellen, dass z.B. ein Kühlgerät nicht länger als eine bestimmte Dauer ausgeschaltet bleibt. Vergleichbares gibt es auch für die Heizung.

Wärmepumpensteuerung

Smart Grid Ready Ansteuerung

So gut wie jede moderne Wärmepumpe hat eine Smart Grid Ready Schnittstelle. Schließen Sie dort einen zweikanaligen Aktor an und verbinden Sie diesen mit dem EMS über WLAN. Auch wenn sich die Funktionalität im Wesentlichen auf die Steuersignale „jetzt verstärkt heizen“ und „jetzt nicht heizen“ beschränkt, kann das EMS damit die wichtigsten Funktionen der Wärmepumpe steuern.

direkte Ansteuerung per IP

Das EMS kann auch einige Wärmepumpen-Modelle, die bereits mit einer IP-Schnittstelle ausgestattet sind (meist in Form eines extra Gateways mit einer Anschlussmöglichkeit per Ethernet oder WLAN), direkt steuern.

Hybridsystem

Wenn Sie eine bivalente Heizung besitzen, beispielsweise ein Hybridsystem aus Gastherme und Wärmepumpe, kann das EMS die Heizkosten optimieren, indem es den Wärmepumpenteil inaktiviert, wenn das Heizen mit dem alternativen Heizungssystem günstiger ist.
Bei jeder richtig installierten Heizungssteuerung springt dann der Verbrenner ein.
Ihr Heizungsbauer wird einen Bivalenzpunkt konfiguriert haben. Unterhalb dieser Aussentemperatur wird die Heizung die Umschaltung auch ohne SGr-Signal vornehmen.
ACHTUNG: sollten Sie allerdings einen dynamischen Stromtarif nutzen, ist die heizungsinterne Umschaltung am Bivalenzpunkt falsch und kontraproduktiv. Denn die Heizung kennt ja den Strompreis nicht und geht fälschlicherweise von einem festen Preis aus. Und von vielleicht vorhandenem (noch günstigerem) Solarstrom weiss sie auch nichts. Deaktivieren Sie die Bivalenzpunkt-basierte Umschaltung daher am besten und überlassen Sie die Steuerung dem EMS.
Ermitteln Sie die Kosten je (thermischer !) kWh für Gas oder Holzpellets aus Ihrer Rechnung und hinterlegen Sie sie hier als Kosten für den alternativen Brennstoff in der EMS-Konfiguration.
Das EMS berücksichtigt Aussentemperatur, die Effizienzkurve der Wärmepumpe, etwaigen PV-Überschuss und den jeweils aktuellen Strompreis vollautomatisch und kostenoptimal.

Tipp: Wenn der Shelly-Aktor an den SGready-Eingängen installiert wurde, können Sie bzw. der Heizungsbauer die Funktion ganz einfach überprüfen: greifen Sie auf die Weboberfläche zu, indem Sie dessen IP-Adresse in einem Browser oder Smartphone eingeben. Dort lassen sich beide Schaltkanäle manuell bedienen. Wenn Sie beide auf AN stellen, entspricht das dem Signal, das das EMS zur Sperrung verwendet. Überprüfen Sie, ob dann der Verbrenner anspringt.

Noch ein Tipp am Rande:
Das EMS nutzt auch Wärmespeicher bestmöglich, indem es quasi bei günstigem Strom „vor“heizt. Durch die bessere Verteilung der Heizleistung über den Tag braucht es die Spitzenleistung des Brenners viel seltener. Probieren Sie doch einfach mal aus, ob Sie auch ganz ohne Komforteinbußen und den Fossil-Brenner klimafreundlicher durch den Winter kommen.
Und berechnen Sie dann mal für sich, was allein der Gasgrundanschluß und der Schornsteinfeger im Jahr kosten.

Thermondo LG Therma

Wenn Sie Kunde der bundesweit anbietenden Firma Thermondo sind, haben Sie eine LG Therma V Wärmepumpe installiert bekommen.
Stellen Sie an der Fernbedienung unter „Konnektivität“ – „Energiezustand“ ein, in welche lokalen Energiezustände der Pumpe bei Anliegen der Signale 1:0 (SGready-Modus 3, verstärkt) bzw. 1:1 (Modus 4, maximal) die Pumpe wechseln soll.
In der nächsten Menüoption können Sie dann konfigurieren, was in diesen Modi passieren soll. Wir empfehlen einen kräftigen Aufschlag bei der Vorlauf-Temperatur. Der „Wasser“-Parameter am Ende bezieht sich auf die Temperatur des in einem separaten Puffer vorgehaltenen Brauchwasservorrates, auch diesen Puffer lohnt es sich zu nutzen.

Wärmekosten

Das EMS steuert das Heizen anhand ihre Stromrechnung und bezieht Netzstrom nur in den Stunden des Tages, in denen dies aufgrund der Kombination aus Strompreis und Außentemperatur am günstigsten ist.

In den Heizungseinstellungen finden Sie noch einmal die Parameter aus den Energiemanagement-Einstellungen, an welchem Anteil der günstigsten Stunden eines Tages verstärkt bzw. maximal geheizt werden soll sowie an welchem Zeitanteil an den teuersten Tageszeiten das Heizen gesperrt werden soll.

Ein forciertes Heizen, findet dabei nur in der Winter-Betriebsart der Wärmepumpe statt, oder wenn Sie den Notheizbetrieb manuell auswählen. Dabei wird meist auch der Heizstab zugeschaltet (das ist allerdings vom EMS aus nicht steuerbar und nur abhängig von der Konfiguration, die Sie an Ihrer Wärmepumpe vorgenommen haben).

Die „Auto“-Voreinstellung sorgt für eine Umschaltung zwischen den Modi zu Beginn der jeweiligen Jahreszeit.

Tibber

Tibber-Kunden sollten den stundengenauen Tarif wählen und den „Pulse“ Zähler installieren, der Ihren Stromzähler sekundengenau ausliest. Das Token zur Abfrage können Sie nach Login in der Tibber API generieren. Um die HomeID zu erfahren, sollten Sie wie hier beschrieben eine Abfrage erzeugen, bei der Sie in der Zeile nach „homes“ ein „id“ einfügen.
ACHTUNG, wenn ihre ID oder ihr Token ein “ (doppeltes Anführungszeichen) enthalten, stellen Sie jedem Vorkommen ein \ (Backslash) voran.

aWATTar

Nutzen Sie den HOURLY Tarif. Der HOURLY-CAP kommt mit einem Preisaufschlag, der für Sie als EMS-Nutzer keinen Vorteil bringt.

System

Über die Chat-ID kommuniziert das EMS mit dem Telegram Messenger mit Ihnen.
(WhatsApp, Signal und Threema sind technisch leider nicht möglich).

VPN

„Strombedarf dynamisch ermitteln“ ermittelt desgleichen, wieviel Energie die einzelnen Waschgänge benötigen. Ist diese Einstellung deaktiviert oder der Wert nicht ermittelbar, werden die untenstehenden Standard-Werte benutzt.

Das EMS verfügt zu Diagnose- und Wartungszwecken über die Möglichkeit eines Fernzuganges über ein VPN für storm.house Logostorm.house.
Standardmäßig ist dieser Zugang nach einer Installation des Images aktiviert, Sie können diesen unter „storm.house VPN“ in den Einstellungen unterbinden.

Lizenzen und Dienste

Als Lizenz-Benutzer tragen Sie in den EMS Optionen unter „System“ Ihre E-Mail-Adresse ein, an die Ihre Rechnung gegangen ist.
Tragen Sie dort auch Ihren individuellen Lizenzschlüssel ein, den Sie beim Kauf erhalten.
Sollte dieser Ihnen verloren gehen, stellen Sie eine Support-Anfrage.

Systemeinrichtung

Das Konfigurationstool smart-house-config

Auf der Systemebene (der sogenannten Shell des zugrundeliegenden Linux-Betriebssystems) können
Sie das Programm zur zentralen Administration und Konfiguration durch die Eingabe von sudo smart-house-config starten.
Beim ersten Start in einer Sitzung werden Sie zur Sicherheit noch einmal nach dem Passwort des Systembenutzers gefragt.

Hardwarefehlern zuvorkommen

Das EMS speichert laufend Daten auf seiner SD-Karte. Dadurch bedingt kann diese schneller als erwartet kaputtgehen. Dagegen können Sie Vorsorge treffen.
Besorgen Sie sich eine weitere mindestens gleich große SD-Karte (idealerweise dasselbe Modell) und einen USB-Kartenleser und schließen Sie diesen an einem USB-Port des Raspberry Pi an.
Melden Sie sich dann auf der Systemebene im System an, starten Sie das Konfigurationstool (s.u.) und richten Sie die SD-Kartenspiegelung durch Auswahl der Menü-Option 53 ein. Der Kartenleser mit der zusätzlichen SD-Karte muss dauerhaft am Gerät eingesteckt bleiben.

Sollte ihre SD-Karte zu irgendeinem Zeitpunkt kaputtgehen, können Sie sie durch den Reserve-Datenträger aus dem Kartenleser ersetzen. Der EMS-Rechner sollte wieder mit der letzten Konfiguration starten.

Bitte nicht die alte Karte in den Kartenleser stecken, sondern eine neue kaufen und die Spiegelung erneut aufsetzen.

Zugang

Auf der Systemebene finden sich die zur Einrichtung und zum zuverlässigen Betrieb des Systems unverzichtbaren Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten wie beispielsweise die Möglichkeit zum Software-Upgrade und zum Backup bzw. zur Wiederherstellung des Systems.
Für den Zugang zur Systemebene des zugrundeliegenden Linux-Betriebssystems benötigen Sie eine Terminal-Software, die das Secure Shell (SSH) Protokoll unterstützt. Das gängigste unter etlichen solcher – kostenlos verfügbarer – Programme ist PuTTy. Laden und installieren Sie sich PuTTy bitte auf ihrem PC, Mac oder Tablet.
Anschließend können Sie auf den Rechner namens smarthouse zugreifen oder dessen IP-Adresse.
Benutzername und Passwort target=“_blank“ rel=“noreferrer noopener“>erhalten Sie auf Anfrage hier (wenn Sie einen Kundenaccount bei uns haben) oder per Mail.

Vorsorge

Jede Vorsorge ist lästig und wird schnell vergessen, aber im Bedarfsfall werden Sie heilfroh darüber sein, doch in der Zeit daran gedacht zu haben.
Machen Sie sich zur Erinnerung am besten einen wiederkehrenden Kalendereintrag z.B. ein- oder zweimal im Jahr kurz draufzuschauen.

Melden Sie sich zur Wartung auf der Kommandozeile Ihres Servers an und starten Sie das Wartungs-Tool mit sudo smart-house-config. Wenn Sie gefragt werden, ob Sie das Tool aktualisieren wollen, tun Sie dies.

Insoweit noch nicht passiert, installieren Sie „Samba“ über den Menüpunkt 16, um den auf den EMS-Rechner als Windows-Netzlaufwerk zugreifen zu können.

Machen Sie unbedingt regelmäßig ein aktuelles Backup der Konfiguration (Menü 50). Danach finden Sie die Datei auf dem EMS-Rechner im Ordner `openHAB-userdata` und dort unter `backups`.

Erwägen Sie ein Update des EMS (Option 03), aber seien Sie auf keinen Fall vorschnell!
Informieren Sie sich zunächst gründlich, warum das nötig oder sinnvoll sein könnte, und bedenken Sie dass jedes Update immer ein Risiko mit sich bringt, dass danach gar nichts mehr geht.
Im Zweifelsfall: einfach nicht anfassen und alles laufen lassen, wie es ist.

Sollte es zu einem größerem Problem kommen, in dessen Folge Sie das EMS neu installieren müssen, können Sie jederzeit die aktuellste Software-Version von https://storm.house/download-ems herunterladen.

Zur Sicherheit sollten Sie sich eine Kopie des Images speichern, die Sie zur Installation Ihres EMS-Rechners genutzt haben.

Das EMS nutzt Dienste verschiedener Anbieter, die teils kostenpflichtig sein können. Es ist auch der Dynamik des Internetbetriebes geschuldet, dass es sich schnell ändern kann, welche Funktionen darunter fallen.
Bitte erstellen Sie sich einen eigenen Account bei openweathermap, das ist bis zu einer ausreichenden Anzahl Abfragen pro Tag kostenfrei.